USB Sticks & Speicherkarten

Nie mehr Disketten

Zu den USB-Sticks Hand aufs Herz, wann haben Sie das letzte Mal Ihr Diskettenlaufwerk benutzt? Heute? Letzte Woche? Letzten Monat? Oder wissen Sie schon gar nicht, wann Sie eine Floppy ins Laufwerk gesteckt haben? Vielleicht hat ja Ihr PC auch schon gar kein Laufwerk mehr. Vermutlich geht es Ihnen wie immer mehr PC-Anwendern, Sie verwenden den einstmals so praktischen Speicher kaum noch. Er ist zwar robust, doch auch sehr langsam und bietet nur Platz für wenige kleine Dateien.

Den Todesstoss haben Disketten längst erhalten: von den USB-Sticks. Gerade mal so gross wie ein Feuerzeug, speichern sie ein Vielfaches einer Diskette, sind fix mit Daten gefüllt und lassen sich an jedem PC mit USB-Schnittstelle verwenden. Selbst Zip und Co. sind durch diese geniale Speichertechnologie ihrer Existenzberechtigung beraubt. Kein Wunder, denn so leicht war Speichern noch nie, echtes Plug-and-Play eben.

Wenn Sie auch mit dem Gedanken spielen, sich diesen pfiffigen kompakten Speicher zuzulegen, sollten Sie unsere Kaufberatung genau studieren, denn es gibt bei der Auswahl einiges zu beachten. (pr)

Speicherkapazität

Zu den USB-Sticks USB-Sticks gibt es mittlerweile in vielen unterschiedlichen Speichergrössen. Angefangen bei wenigen Megabyte bis zu mehreren Gigabyte. Die anfangs erhältlichen Varianten mit nur einer Hand voll Megabyte Kapazität findet man heute nicht mehr. Genauso werden in Zukunft die Versionen an der unteren Speichergrenze mehr und mehr verschwinden. Grund: Stifte mit grösserer Speicherkapazität werden zunehmend günstiger und lassen somit kleinere Versionen unattraktiv erscheinen.

Kleine Varianten mit nur wenigen hundert Megabyte Platz sind ideal geeignet, um sich Arbeit von der Firma mit nach Hause oder Präsentationen mit zum Kunden zu nehmen. Auch einige Musik-CDs kann man in MP3-Form dort zwischenspeichern. Mit Startpreisen von unter zehn Euro reißen die Stifte auch keine grossen Löcher in die Kasse.

Viel Speicher fürs Geld

Mehr Speicherplatz kostet aber auch nicht viel mehr. Für nur wenige Franken Aufpreis erhält man schon Speichersticks, die ein Gigabyte Platz bieten. Das ist für die meisten sehr viel und für den schnellen Datentransport von Office-Dokumenten eigentlich auch überdimensioniert. Solche Stifte machen Sinn, wenn schnell ein Backup wichtiger Daten fällig ist oder man eine kleine aber sehr portable externe Festplatte möchte.

Grössere Stifte, mit mehreren Gigabyte Fassungsvermögen, können bereits portable Festplatten ersetzen. Ihre Grösse gestattet es, Daten dauerhaft darauf zu lagern und zusätzlich noch Platz für den Transport weiterer Daten zur Verfügung zu haben. Die Preise für diesen Kapazitätsrahmen bewegen sich in der Regel unter hundert Franken. Nur wer zu den grössten verfügbaren Stiften greift, überschreitet diese Schwelle. Ganz neue und besonders grosse Speicherriesen kratzen mitunter auch an der 200- oder gar 400-Franken-Marke.

Einsatzzweck entscheidend

Statt auf einen teueren Stick mit viel Platz zu setzen, kann es für manche eventuell lohnender sein mehrere kleine Sticks zu benutzen, solange die zu transportierenden Daten eine Aufteilung gestatten. Über die richtige Grösse sollte also der Einsatzzweck entscheiden. Auch wenn viel nach viel klingt, wozu Geld aus dem Fenster schmeissen, wenn auch zwei oder drei kleinere Sticks langen?

Schnittstelle

Zu den USB-Sticks Stick ist nicht gleich Stick. Neben der Speichergrösse spielt vor allem die Schnittstelle eine grosse Rolle. Zwar werden alle Sticks über den USB-Port mit dem PC verbunden, doch ermöglichen zwei verschiedene USB-Standards unterschiedliche Übertragungsgeschwindigkeiten. Der ältere USB-1.1-Standard lässt maximal einen Datendurchsatz von einem Megabyte pro Sekunde zu. Der neuere USB-2.0-Standard ermöglicht - zumindest theoretisch - bis zu 60 Megabyte in der Sekunde. Man nennt ihn daher mitunter auch Hi-Speed-USB.

Nicht alle sind fix

Ganz so schnell sind die Sticks jedoch nicht. Aber immerhin: Spitzenmodelle schaffen eine Übertragungsrate von bis zu 30 Megabyte in der Sekunde. Bei günstigen Stiften muss man sich aber mit langsameren Transferraten zufrieden geben. Oft liegen diese unter zehn Megabyte pro Sekunde. Je fixer ein Stift Daten lesen und schreiben kann, desto geringer ist die Wartezeit bis ein Kopiervorgang beendet ist. Zu bedenken gibt es hierbei jedoch, dass die Sticks hohe Übertragungswerte meist nur bei grossen Dateien erreichen. Gilt es viele kleine Daten zu übertragen, sinkt die Transferrate mitunter dramatisch ab.

Günstig aufrüsten

Um die schnelle Übertragung nutzen zu können, muss der PC über eine USB-2.0-Schnittstelle verfügen, die bei aktuellen PCs längst Standard ist. Anschließen und benutzen lassen sich die Stifte zwar auch an der älteren Schnittstelle, doch schalten sie dann auf die langsamere Übertragungsgeschwindigkeit herunter. Wer auf fixen Transfer nicht verzichten möchte, aber keinen entsprechenden Anschluss am PC hat, kann diesen schon für unter zwanzig Franken nachrüsten.

Gehäuse

Zu den USB-Sticks USB-Sticks sind klein und handlich, sie lassen sich in der kleinsten Tasche, am Schlüsselbund oder um den Hals hängend transportieren. Das macht diesen Speicher so attraktiv, bedeutet aber, dass er, wenn er überall mit hingenommen wird, auch harten Belastungen ausgesetzt werden kann. Am Schlüsselbund muss er dem Druck der metallenen Türoffner standhalten, besonders dann, wenn der Schlüsselbund in der Hosentasche steckt oder wild am Gürtel baumelt. In der Handtasche drückt zuweilen der gesamte Inhalt auf den Stick und am Hals kann er Schweiss oder Regen ausgesetzt sein. Kurz: Der USB-Stick muss hart im Nehmen sein. Achten Sie also auf ein robustes Gehäuse.

Kräftige Kontakte

Nicht nur das Gehäuse sollte stabil sein, auch der Steckkontakt sollte einiges aushalten können und möglichst über eine Verstärkung am Übergang zum Gehäuse verfügen. Denn der vom PC abstehende Stift kann leicht mal etwas Druck ausgesetzt sein, sei es beim An- oder Abstöpseln oder bei anderen Gelegenheiten, wie einem versehentlichen Stoß.

Heftiges Schütteln in der Tasche oder am Schlüsselbund macht dem Speicher im Gehäuse dagegen nichts aus, da er nicht aus beweglichen Teilen besteht wie beispielsweise eine Festplatte oder ein Zip-Laufwerk. Es handelt sich vielmehr um Flash-Speicher, wie er auch in Speicherkarten für Digitalkameras Verwendung findet. Man kann also guten Gewissens mit einem Stick in der Tasche joggen.

Schmal ist gut

Die Gehäuseform spielt auch eine wichtige Rolle. So kann man einen schmalen Stift auch dann noch am PC anschließen, wenn die Buchsen dicht gedrängt liegen und sich dort bereits andere Stecker und Kabel tummeln. Ein zu breiter Stift ließe sich in solch einem Fall nicht anschliessen, ohne dass andere Stecker zunächst entfernt werden müssten. Wer will schon ständig Drucker, Scanner oder andere Geräte abkoppeln, bevor er den Stick anschliessen kann?

Verlängerungskabel

Zu den USB-Sticks Einigen Stiften liegt ein Verlängerungskabel bei und das ist gut so. Denn mit solch einem Kabel kann man sich vieles leichter machen. So muss man nicht ständig unter den Schreibtisch turnen oder sich verbiegen, um an die Rückseite des PC zu gelangen, wenn man den Stift anschliessen möchte. Wessen PC schwer zugängliche Schnittstellen hat, sollte also unbedingt auf ein Verlängerungskabel Wert legen.

Praktische Verlängerung

Ebenfalls vorteilhaft ist solch ein Kabel, wenn das Gehäuse des USB-Sticks zu breit ist und man den Stick nicht ohne andere Geräte abkoppeln zu müssen, anschliessen kann. Das schmale Kabel kann einfach in der Buchse verbleiben, während das andere Ende auf dem Schreibtisch liegt und Kontakt zum Speicher aufnehmen kann. Achtung: Einige Hersteller legen den Sticks zwar Kabel bei, doch sind diese mitunter so kurz, dass sie nicht bis auf den Schreibtisch reichen. Achten Sie daher darauf, dass die Kabel mindestens einen Meter lang sind.

Mit Dockingstation

Das Kabel hat noch weitere Vorteile: Besonders wichtig ist die Sicherheit, denn ist der Stift über ein Kabel mit dem Computer verbunden, steht er nicht gefährlich weit ab und kann versehentlich abbrechen. Stattdessen liegt er sicher auf dem Schreibtisch. Obendrein haben viele Sticks eine LED (Leuchtdiode) am Gehäuse, die leuchtet wenn Daten bewegt werden. An ein Kabel angeschlossen hat man den Stick immer in Sichtweite und kann somit die LED kontrollieren. Die Luxusversion eines Verlängerungskabels stellt eine Dockingstation dar. In ihr steht der Stick sicher auf dem Tisch und sieht dabei auch noch schick aus.

Günstige Kabel

Liegt dem Wunsch-Stift kein Kabel bei, muss das nicht unbedingt ein K.o.-Kriterium sein, denn Verlängerungskabel kann man auch einzeln erwerben. Nicht einmal fünf Franken muss man für günstige Ausführungen investieren. Gleichzeitig hat das den Vorteil, dass man genau die Länge wählen kann, die man für den eigenen Schreibtisch benötigt.

Eine weitere Möglichkeit, das Turnen unter den Schreibtisch zu vermeiden, bietet eine USB-Tastatur, die zusätzliche Anschlüsse zur Verfügung stellt. Besitzt man solch eine Tastatur ist man fein raus. Denn der Stift ist schnell dort angedockt und man hat auch die LED stets im Blick. Allerdings kann man die Daten in der Regel nur langsam übertragen, da Tastaturen zumeist nach dem USB-1.1-Standard arbeiten.

Datenschutz

Zu den USB-Sticks Genau wie auch die gute alte Diskette über einen Schreib- und Löschschutz verfügt, sollte auch ein USB-Stick eine solche Schutzvorrichtung besitzen. Mindestens mitgelieferte Software sollte diese Funktion übernehmen. Deutlich einfacher und komfortabler ist solch ein Mechanismus aber, wenn sich am Gehäuse ein Schalter befindet, der mechanisch einen Schutz auslöst. Denn ohne Schreib- und Löschschutz lebt man stets mit der Gefahr, Daten versehentlich zu überschreiben oder zu löschen.

Ideal ist eine Kombination aus mechanischem Schutz und Softwareschloss. Die Mechanik kann dann vor versehentlichem Löschen bewahren während die Software den Zugriff auf die Daten von einer Passwortfrage abhängig machen kann. Somit sind die Dokumente auch vor den neugierigen Augen Dritter geschützt, falls die einmal den Speicher in die Hände bekämen.

Voraussetzungen

Zu den USB-Sticks Die Voraussetzungen für den Einsatz eines USB-Sticks sind erstaunlich gering, was mit ein Grund für den Boom dieses Speichertyps ist. Man kann ihn ohne Treiberinstallation während des Betriebs an jeden PC anschließen, auf dem Windows ME, 2000 oder XP installiert ist. Die Computer erkennen die Stifte automatisch und mounten sie als Wechselplattenlaufwerk. Danach kann man einfach Daten per Drag-and-Drop darauf kopieren oder herunterladen.

Ebenfalls an Apple Macintosh-Computern und Linux-PCs sind die Sticks ohne weiteres verwendbar. Allerdings sollte sich dort ebenfalls eine aktuelle Version des jeweiligen Systems befinden. Für den Mac heißt das, es sollte mindestens OS 9 oder gar OS X installiert sein und auf dem Linux-PC sollte es mindestens die Kernel-Version 2.4 sein.

Wer mit Windows 98 arbeitet, sollte die Second Edition (Zweite Ausgabe) benutzen. Dann kann man die Stifte mit extra zu installierendem Treiber verwenden. Ältere Betriebssysteme wie Windows 98 (erste Ausgabe), Windows 95, NT oder auch CE werden dagegen leider nicht unterstützt.

U3-kompatible USB-Sticks

Zu den USB-Sticks Einen besonderen Vorteil bieten U3-kompatible USB-Speicherstifte. Auf ihnen kann man nicht nur Daten ablegen, sondern auch Programme installieren und ein Abbild seines Desktops speichern. Die Programme lassen sich auf jedem PC starten, an man den Stick anschliesst. Eine Installation ist dort nicht nötig. Hat man seine Schreibtischoberfläche gespeichert, baut eine integrierte Software vom U3-Stick diese auf dem Fremd-PC auf, so dass man das Gefühl hat, am eigenen PC zu Hause oder im Büro zu sitzen. Auch dies geschieht ohne Installation automatisch nach dem Einstecken des Sticks.

Besondere Software

Allerdings lässt sich nicht jede Software darauf installieren, sondern nur solche, die auf U3 spezialisiert ist und keine Informationen im Betriebssystem des PCs speichert. Die Liste der verfügbaren Software ist recht lang und reicht von kostenlosen Hilfsprogrammen bis zu mächtigen Office-Paketen. So findet man etwa E-Mail-Programme, die kostenlose Open-Office-Suite, inklusive Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentation und Datenbank-Programm sowie andere. Selbst Virenschutzprogramme zum Untersuchen des Gast-PC gibt es. Eine vollständige Liste können Sie auf dieser Internetseite einsehen.

Hohe Sicherheit

Wer mit seinen Daten an einem Fremd-PC arbeitet, braucht keine Angst zu haben, dass diese oder Informationen darüber am Gast-Computer zurückbleiben. Denn beim Entfern des U3-Sticks verschwinden gleichzeitig alle Daten vom PC. Der Zugriff auf die Daten des Sticks lässt sich zudem von einer Kennworteingabe abhängig machen. Gleichzeitig erlaubt die mitgelieferte U3-Software den Speicherstift als Kennworttresor zu verwenden. So lassen sich Zugangsdaten zu geschützten Webseiten, wie etwa dem Online-Bankkonto, darauf abspeichern. Besucht man die entsprechende Webseite, trägt das Programm die Zugangsdaten automatisch ein.

Ein USB-Stick muss die U3-Technik von Haus aus unterstützen, gewöhnliche Speicherstifte lassen sich nicht nachrüsten. Wer sich jedoch gut mit Windows auskennt und umständlichen Umgang nicht scheut, kann im Internet Programme finden, die sich ebenfalls auf einem Speicherstift installieren und nutzen lassen.

 


Chronisch knapp

Zu den Speicherkarten Speicher und Batteriestrom haben eins gemeinsam: beides ist ständig knapp. Selbst eine noch so große Speicherkarte ist meist schneller gefüllt als einem lieb ist. Besonders MP3-Player und Digitalkameras sind wahre Nimmersatts. Sie verlangen stets nach mehr Raum für Musik und Bilder.

Zwar wachsen die Speicherkapazitäten der Chips ständig, doch mit ihnen auch die Bedürfnisse. Immer mehr Titel soll der MP3-Player aufnehmen, damit die Auswahl unterwegs noch grösser ist. Und bei der Digicam verlangen immer höhere Bildauflösungen nach mehr Speicher. Reichte bei einer Zwei-Megapixel-Kamera ein 256 Megabyte großer Speicherchip noch für etwa 200 Fotos in guter Qualität, passen auf denselben Chip in einer Kamera der Acht-Megapixel-Klasse nicht einmal mehr 30 Fotos.

Eine zunehmende Miniaturisierung der Geräte sowie das wachsende Interesse der PDA- und Handy-Industrie erfordern zudem neue Speicherkonzepte. Kleine Geräte brauchen noch kleinere Speicherkarten, auf denen möglichst genauso viele Bits und Bytes lagern können wie in den größeren Geschwistern. Obendrein sollen die Winzlinge auch noch fixer Daten schaufeln können.

Die Folge dieser Entwicklung: Immer neue Speicherkartenformate drängen auf den Markt und kämpfen um Marktanteile. Das bereitet den Anwendern zunehmend Probleme. Denn es wirft die Frage auf: Mit welcher Technologie fährt man am besten? Um hier der richtigen Antwort näher zu kommen, ist es nötig die unterschiedlichen Typen zu kennen und um ihre Vor- und Nachteile zu wissen. Daher klären wir in den folgenden Kapiteln auf, so dass die Wahl der Geräte mit entsprechender Speichertechnologie künftig leichter fällt. (pr)

Flashspeicher

Zu den Speicherkarten Bei Speicherkarten kommt die sogenannte Flash-Technik zum Einsatz. Das ist ein nichtflüchtiger Wechselspeicher, der auch ohne Stromzufuhr die Daten behält. Es handelt sich dabei um eine Kombination aus ROM- (Read Only Memory) und RAM-Speicher (Random Access Memory). ROM kommt beispielsweise bei der Firmware von technischen Geräten zum Einsatz, also dort wo die elementaren Abläufe gespeichert werden. Darin befindet sich unter anderem die Information über die Identität wie auch die Steuersoftware des Gerätes. RAM ist vor allem als Arbeitsspeicher von PCs bekannt. Er ist eigentlich flüchtig, verliert also alle Daten, wenn kein Strom mehr fliesst.

Flashspeicher ist äußerst robust, Schwingungen oder Stösse machen ihm nichts aus und führen nicht zu Datenverlust. Zusätzlicher Vorteil: Dieser Speichertyp kommt mit sehr wenig Strom aus, was die knappen Akkureserven schont. Dadurch hat er deutliche Vorteile gegenüber Mini-Festplatten. Diese sind zum einen anfällig gegen Erschütterungen und brauchen deutlich mehr Energie. Dafür haben die Festplatten einen Vorteil: Sie sind schneller und speichern mehr als Flashspeicher - zumindest noch.

Kein wirklicher Nachteil ist die begrenzte Lebensdauer von Flashspeicher. Denn die 100.000 garantierten Löschzyklen sollten auch für regelmässigen intensiven Einsatz reichen. Falls man diese Grenze jedoch erreichen sollte, beginnt der Speicher unzuverlässiger zu werden, was sich in zunehmenden Datenverlusten äussert.

Mit und ohne Controller

Zu den Speicherkarten Innerhalb der Kategorie Flashspeicher unterscheidet man zwei unterschiedliche Arten. Eine besitzt einen integrierten Controller, also eine Steuereinheit und die andere nicht. Bei letzterer übernimmt das entsprechende Gerät die Ansteuerung des Speichermoduls.

Es spricht einiges für den Einsatz von Speicherkarten mit integriertem Controller. So ist er beispielsweise mitverantwortlich für die Übertragungsgeschwindigkeit der Daten. Dementsprechend kann ein Modul mit optimierter Steuereinheit schneller Daten ablegen und abrufen als es ein normaler Chip im gleichen Gerät könnte. Sässe die Steuereinheit stattdessen im Gerät, hätte die Wahl des Speicherchips kaum Einfluss auf die Transfergeschwindigkeit.

Mit eigenem Controller arbeiten die folgenden Karten: CompactFlash Card (CF), Multimedia Card (MMC), Secure Digital Card (SD), Reduced Size Multimedia Card (RS-MMC), Mini-SD, Mikro-SD, Microdrive sowie sämtliche Versionen des Memory Stick/Pro/Duo.

Ohne eigenen Controller arbeiten die Smart Media Card (SM) und die extreme Digital Card (xD), welche als Weiterentwicklung der SM-Card gilt. Zur Smart Media Card kann man heute nicht mehr guten Gewissens raten. Denn hier gibt es häufig Probleme, wenn man eine Speicherkarte einsetzen möchte, die der Gerätecontroller nicht kennt. So kann es passieren, dass dieser eine neue Karte schlichtweg ignoriert. Möglich ist auch, dass er bei einer Karte, die mehr Speicherkapazität hat als ihm bekannt ist, einfach nur so viel Speicher anzeigt und damit nutzbar macht, wie seine interne Grenze vorgibt. Im Klartext: Aus 256 Megabyte macht er womöglich nur 128 Megabyte. Ist das der Fall, muss man die Firmware des entsprechenden Gerätes eventuell kostenpflichtig aktualisieren lassen, falls solch ein Service überhaupt angeboten wird.

Solche Probleme sollen bei der xD-Card nicht mehr auftreten. Allerdings bleibt auch hier die Begrenzung der Leistungsfähigkeit durch den Gerätecontroller.

Hier nun eine Übersicht über die am Markt erhältlichen Speicherkarten:

CompactFlash (CF)

Zu den Speicherkarten Die CompactFlash-Karte ist eine der ältesten Flash-Speicherkarten. Sie erlebte ihren Boom mit wachsender Popularität der Digitalkameras. Kein Wunder, denn sie ist günstig, robust, bietet große Speicherkapazität und sehr schnelle Datenübertragungsraten. Die Karte gibt es in zwei unterschiedlichen Ausführungen, als CompactFlash I und CompactFlash II.

Die äusseren Masse sind nahezu identisch. Lediglich die Dicke der Karten ist verschieden. Typ I ist mit 3,4 Millimeter gegenüber dem 5 Millimeter dicken Typ II etwas dünner. Trotzdem lässt sie sich auch im Steckplatz der dickeren Karte betreiben. Ein Vorteil, der wohl auch zu grösseren Verbreitung dieses Typs beigetragen hat.

Für Mini-Kameras zu gross

Inzwischen sind Digitalkameras aber immer mehr geschrumpft, so dass die relativ großen CompactFlash-Karten kleineren Speicherchips Platz machen mussten. Auch ihr verhältnismäßig hoher Strombedarf macht sie gegenüber Strom sparenderen Alternativen unattraktiver.

In digitalen Spiegelreflexkameras hat sie heute aber immer noch ihren festen Platz, denn hier sind Geschwindigkeit und hoher Speicherbedarf äusserst wichtig. In diesem Bereich kommen auch besonders fixe High-Speed-Karten zum Einsatz, die Daten bis zu zwölfmal schneller als herkömmliche CompactFlash-Karten verarbeiten können.

Fixe Speicherkarten machen sich übrigens nicht nur in der Kamera bemerkbar, wo sie vor allem die schnelle Serienbildfunktion beschleunigen. Auch beim Übertragen der Daten auf den PC spürt man das höhere Tempo deutlich. Allerdings nur dann, wenn Computer und Kamera eine schnelle Schnittstelle, wie USB 2.0 oder Firewire nutzen. Schnelle Karten sind jedoch teurer als Standardversionen. Es lohnt sich deshalb nur darauf zu setzen, wenn die Kamera die höhere Geschwindigkeit auch ausnutzen kann. Andernfalls verschenkt man bares Geld.

Multimedia Card (MMC)

Zu den Speicherkarten Auch die Multimedia Card ist schon länger am Markt und weit verbreitet. Sie ist etwa halb so gross wie die CompactFlash-Karte und daher gut geeignet für kleinere Geräte wie kompakte Digicams, MP3-Player und auch Handys. Die Karte ist günstig und schnell, reicht aber nicht an die Speicherkapazität der CF-Card heran.

Die Masse entsprechen in etwa denen des Nachfolgers, der SD-Card. Jedoch ist die Multimedia-Karte etwas dünner. Trotzdem lässt sie sich auch im SD-Kartenschacht betreiben. Obwohl sie als Vorgänger der SD-Karte gilt und das ältere Speicherdesign besitzt, wird die Multimedia-Karte auch heute noch weiterentwickelt. Inzwischen sind sogar spezielle Hochgeschwindigkeitsversionen verfügbar, die man am Namen MMC-Plus erkennt. Sie hat die gleichen Masse aber doppelt so viele Kontakte, weshalb man sie nicht in einem älteren Steckplatz verwenden kann.

Reduced Size Multimedia-Karten (RS-MMC)

Zu den Speicherkarten Für besonders kleine Geräte hat man die Reduced Size Multimedia-Karte entwickelt. Sie ist genauso breit und dick wie die Multimedia-Karte, jedoch über 40 Prozent kürzer. Ihre Leistungswerte sind in etwa identisch, jedoch bietet der Winzling weniger Speicherplatz. Haupteinsatzort der RS-MMC sind kleine Handys. Per Adapter lassen sich die Karten auch im Steckplatz der Multimedia- und SD-Karte betreiben.

Vorsicht! Die kleinen Speicherchips sind mit zwei unterschiedlichen Spannungen verfügbar (3,3 und 1,8 Volt) und benötigen jeweils einen entsprechenden Steckplatz. Prüfen Sie daher vor dem Kauf unbedingt die Anforderung Ihres Gerätes, um Schäden vorzubeugen und Störungen zu vermeiden.

MMC Mobile

Noch stärker auf die Bedürfnisse des Mobiltelefoneinsatzes zugeschnitten ist die Mobilversion der RS-MMC, die MMC Mobile. Sie hat die gleiche Größe, bietet jedoch mehr Kontakte für schnelleren und optimierten Datenaustausch. Sie kann mit unterschiedlichen Betriebsspannungen arbeiten und hilft, betrieben mit niedriger Spannung, den Stromverbrauch zu senken und dadurch die Akkulaufzeit des Handys zu verlängern. Trotz unterschiedlicher Anzahl der Kontakte, ist die MMC mobile auch in älteren RS-MMC-Steckplätzen nutzbar. Auch sie lässt sich per Adapter im SD-Karten-Steckplatz verwenden.

Multimedia Card Micro

Zu den Speicherkarten Noch kleiner als die beiden zuvor genannten Typen ist die Multimedia Card Micro. Sie ist kaum grösser als ein Fingernagel und zirka zwei Drittel kleiner als die MMC Mobile. Damit ist sie speziell angepasst an kleinste Geräte wie etwa sehr kompakte Mobiltelefone. Ihre Fähigkeit, auch mit unterschiedlichen Betriebsspannungen arbeiten zu können, hilft ebenfalls beim Strom sparen. Gleichzeitig sorgt eine höhere Anzahl an Kontakten als bei den zuvor genannten Karten für hohe Schreib-Lesegeschwindigkeit. Auch sie ist per Adapter in SD-Karten-Steckplätzen nutzbar, dort wegen eingeschränkter Anzahl der Kantaktstellen häufig aber nur mit Einschränkungen in der Leistungsfähigkeit.

Secure Digital Card (SD)

Zu den Speicherkarten Die Secure Digital Card ist die Weiterentwicklung der Multimedia-Karte. Sie ist minimal dicker, bietet ansonsten aber die gleichen Abmessungen, wie das ältere Geschwister. In punkto Geschwindigkeit liegt sie nur knapp vorne. Ihre Stärke liegt vielmehr in der Sicherung der Daten. So verfügt sie über einen mechanischen Schreibschutz. Das ist ein kleiner Schieberegler an der Seite, der versehentliches Löschen und Beschreiben unterbinden kann, ganz so wie bei einer PC-Diskette.

Ihren Namen als sichere (Secure) Karte hat sie aber eigentlich wegen der integrierten DRM-Technik. DRM steht für Digital Rights Management und bedeutet, dass der Controller einen in digitale Daten eingearbeiteten Schutz auslesen und befolgen kann. Beispiel: Sieht eine Schutzanweisung vor, dass eine Datei nicht öfter als dreimal kopiert werden darf, unterbindet die Karte ab dem vierten Versuch jeglichen Kopierversuch. Um das DRM-Verfahren nutzen zu können, sind jedoch entsprechende Geräte nötig, welche die Technik ebenfalls unterstützen. Doch damit ist der Markt dünn gesät.

Die SD-Karte ist weit verbreitet, wegen der geringen Grösse und hoher Geschwindigkeit. Daher ist sie relativ günstig zu bekommen. Inzwischen reicht die Speicherkapazität auch an die CF-Karte heran. Von der SD-Karte sind "Extreme"-Versionen verfügbar. Sie sind besonders leistungsfähig, bieten eine mehrfach höhere Übertragungsgeschwindigkeit und sind mechanisch viel robuster. Die Karten arbeiten auch unter extremen Temperaturbedingungen.

SDHC

Besonders grosses Fassungsvermögen und schnelle Datenübertragung verspricht die weiterentwickelte Version SD 2.0, auch SDHC genannt. Das Kürzel steht für Secure Digital High Capacity und bedeutet: SD-Karte mir hoher Speicherkapazität. Sie ist genauso gross wie eine herkömmliche SD-Karte und passt auch in die gleichen Steckplätze, lässt sich dort aber nicht ohne weiteres nutzen. Das jeweilige Gerät muss die Kartentechnologie unterstützen, andernfalls bleibt die Karte unerkannt.

SDHC-Speicherkarten sollen künftig bis zu 32 Gigabyte Daten speichern können und damit ein Vielfaches einer normalen SD-Karte. Man unterscheidet bei dem neuen Standard drei verschiedene Klassen, denen Karten mit unterschiedlicher Übertragungsgeschwindigkeit zugeordnet werden. Die Klassen lauten 2, 4 und 6, wobei die Ziffern für die jeweils maximale Schreibgeschwindigkeit stehen. Demnach lassen sich die Karten jeweils mit maximal zwei, vier oder sechs Megabyte pro Sekunde beschreiben.

Mini-SD

Zu den Speicherkarten Hierbei handelt es sich um eine kleine Version der SD-Karte. Sie ist etwa halb so gross, aber trotz Ähnlichkeit nicht identisch zur kleinen Multimedia-Karte RS-MMC. Wie bei dieser ist aber auch bei Mini-SD-Karte der Speicher sehr begrenzt. Sie ist schnell und wird ebenfalls hauptsächlich in Mobiltelefonen verwendet. Per Adapter kann man sie im grösseren Schacht der SD-Karte benutzen.

Transflash/Mikro-SD

Zu den Speicherkarten Transflash oder auch Mikro-SD genannte Speicherkarten gehören zu den kleinsten Speicherchips am Markt. Sie sind etwa 75 Prozent kleiner als eine SD-Karte und können trotzdem einige Megabytes Daten speichern. Die Chips basieren technisch auf der Mini-SD-Karte und sollen hauptsächlich in kleinen Mobiltelefonen verwendet werden, um Daten direkt zwischen zwei oder mehreren Telefonen austauschen zu können. Per Adapter lässt sich die Transflash-Karte auch im SD-Steckplatz auslesen und beschreiben.

Memory Stick

Zu den Speicherkarten Der Memory Stick ist eine Eigenentwicklung von Sony, die anfangs auch nur in deren Geräten Verwendung fand. Zwar haben inzwischen auch andere Hersteller vereinzelt diese Speichertechnik lizenziert, doch trifft man sie weiterhin fast nur in Sony-Geräten an.

Inzwischen gibt es fünf unterschiedliche Arten, von denen jeweils verschiedene Typen existieren. Den Anfang machte der Standard Stick, der etwa Form und Größe eines Streifen Kaugummis besitzt. Seine Speicherkapazität ist sehr begrenzt, zudem ist er nicht sonderlich fix beim Übertragen von Daten.

Standard

Den Stick gibt es in drei Versionen, die sich äusserlich nur in der Farbe unterscheiden. Eine blaue Version wird für Daten und Bilder verwendet. Daneben existiert ein weisser Stick, der den DRM-Schutz "Magic Gate" bietet. Er ist bestimmt für Audio- und Videodaten. Dieser Stick ist etwas teuerer, da der Kaufpreis auch Gebühren für die GEMA (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte) beinhaltet und weil in ihm ein aufwendigerer Controller arbeitet. Etwas seltener trifft man auf einen pinkfarbenen Memory Stick. Er ist für den Roboter-Hund "Aibo" bestimmt, den Sony inzwischen nicht mehr produziert.

Eine Weiterentwicklung ist die so genannte Select-Version. Hier bekommt man die doppelte Speicherkapazität. Technisch möglich ist das allerdings nur, weil im Stick quasi zwei getrennte Sticks arbeiten. Das hat zur Folge, dass man per Schieberegler am Stick zwischen den unterschiedlichen Speicherbänken umschalten muss. Sehr umständlich!

Memory Stick Duo

Da der Memory-Stick sehr gross ist und sich nicht in sehr kleinen Geräten einsetzen lässt, entwickelte man die deutlich kleinere Duo-Variante. Sie ist etwa so gross wie eine Multimedia-Karte und gedacht für Telefone. Auch sie ist relativ langsam und speichert nur wenige Daten. Per Adapter lässt sie sich im Steckplatz des grösseren Bruders betreiben.

Memory Stick Pro

Um die Schwächen des ersten Sticks auszubügeln, hat Sony eine Pro-Variante entwickelt. Dieser Stick bietet ein Vielfaches an Speicherkapazität und eine sehr viel höhere Übertragungsgeschwindigkeit als der Standard-Stick. Das grosse Gehäuse blieb ihm allerdings erhalten. Somit passen beide Sticks in den jeweiligen anderen Steckplatz. Jedoch lässt sich nur der Standard-Stick im Pro-Slot lesen und beschreiben. Anders herum wird der Pro-Stick nicht erkannt.

Der Memory-Stick Pro arbeitet grundsätzlich mit dem DRM-Schutzverfahren Magic Gate. Obendrein bieten die Sticks einen mechanischen Schiebeschalter zum Aktivieren eines Schreibschutzes.

Memory Stick Pro Duo

Wie beim Standard-Stick hat man auch von der Pro-Version einen kleinen Ableger entwickelt. Dieser ist in Leistung und Ausstattung mit dem grossen Bruder identisch, besitzt jedoch ein deutlich kleineres Gehäuse. Auch er passt mittels Adapter in den Slot der grösseren Brüder.

Memory Stick Micro (M2)

Auch Sony folgt dem Trend der Miniaturisierung und entwickelte mit dem Memory Stick Micro, auch M2 genannt, einen Winzling, der etwa der Grösse der Mikro-SD-Karte entspricht. Die Speicherkarte ist technisch identisch mit dem Memory Stick Pro und für den Einsatz in Mobiltelefonen gedacht; zurzeit jedoch nur in Modellen von Sony-Ericsson. Per Adapter lässt sich die M2 auch in Pro und Pro-Duo-Steckplätzen verwenden.

Smart Media

Zu den Speicherkarten Die Smart-Media-Karte ist schon sehr lange auf dem Markt. In ihren Abmessungen ist sie mit der CompactFlash-Karte vergleichbar, jedoch ist die Karte sehr viel dünner. Die Smart-Media-Karte muss ohne Controller auskommen, was deutliche Nachteile hat (siehe oben). Zudem bietet sie geringe Speicherkapazität und nur mässige Übertragungsgeschwindigkeit. Ihr dünnes und biegsames Format ist bruchanfällig. Ebenfalls anfällig für Schäden sind die offen liegenden Kontakte. Immerhin, die Smart-Media-Karte ist sehr günstig, meist aber nur noch in älteren Geräten zu finden.

Es existieren zwei unterschiedliche Versionen. Eine ältere und eine neuere. Die alte Version arbeitet mit 5 Volt Betriebsspannung und ist an der abgeschrägten Ecke oben links zu erkennen. Die neuere 3,3-Volt-Version ist demgegenüber an der oberen rechten Ecke abgeschrägt.

Extreme Digital Card (xD)

Zu den Speicherkarten Die xD-Karte ist eine sehr kleine Speicherkarte, die allerdings etwas grösser als die Mini-SD-Karte ist. Auch sie muss ohne eigenen Controller auskommen. Dank Weiterentwicklung sollen die damit verbundenen Probleme aber deutlich reduziert sein (siehe oben). Sie ist sehr schnell, reicht aber bei der Speicherkapazität nicht an SD-Karte oder CompactFlash-Karte heran. Die xD-Karte kommt hauptsächlich in kleinen kompakten Digitalkameras zum Einsatz.

Man unterscheidet drei Versionen: Am ältesten ist die klassische, die schnell arbeitet aber keine riesigen Speichermengen aufnehmen kann. Daneben existiert eine Multi-Level-Version (Typ M). Sie kann sehr viele Daten speichern, verarbeitet diese aber deutlich langsamer. Spürbar schneller, wenn auch nicht ganz so fix wie die Standardversion, arbeitet der Highspeed-Typ (Typ H). Er stellt einen guten Kompromiss dar, denn er bietet viel Speicherkapazität bei gleichzeitig hoher Schreib-/Lesegeschwindigkeit.

Typ M und Typ H lassen sich aber nicht mit jedem xD-Karten kompatiblem Gerät verwenden, weshalb man die Bedienungsanleitung oder die Webseite des Herstellers dahingehend untersuchen sollte. Möglicherweise findet man dort ein entsprechendes Update für die Firmware der Kamera, um die neueren Kartentypen nutzen zu können.

Microdrive

Zu den Speicherkarten Das Microdrive ist eigentlich gar keine Speicherkarte, sondern eine winzige Festplatte. Da es im Gehäuse einer CompactFlash-Karte Platz findet und sich somit auch in deren Steckplätzen betreiben lässt, stellt es eine mögliche Alternative zu den Flash-Speicher-Chips dar. Das Microdrive entspricht in den Maßen einer CompactFlash-Karte Typ 1, ist also 5 Millimeter dick. Es bietet sehr hohe Übertragungsgeschwindigkeiten und üppige Speicherkapazität. Negativ sind allerdings der recht hohe Strombedarf und die für Festplatten typische Stoßempfindlichkeit.

Allgemein

Zu den Speicherkarten Oft entscheidet man sich durch den Kauf eines Gerätes automatisch - manchmal gar unbewusst - für einen Speichertyp. In bestimmten Fällen macht es aber Sinn, sich vor dem Kauf einer Hardware den verwendeten Speicher näher anzusehen und zu schauen, ob es Alternativen gibt. Gerade für die Digitalfotografie sind schnelle Speicherchips und hohes Fassungsvermögen wichtig.

Eine Digicam mit hoher Auflösung hat großen Speicherbedarf pro Bild. Damit man nach dem Drücken des Auslösers schnell das nächste Foto schiessen kann, ist es wichtig, dass die Daten fix abgespeichert werden. Noch grössere Bedeutung kommt schnellem Speicher bei der Serienbildfunktion zu. Möchte man viele Bilder in einem Rutsch schießen, muss der Speicher die Daten blitzschnell aufnehmen können. Wessen Ambitionen also in diesem Bereich liegen, der sollte den verwendeten Speicher genau prüfen und nachsehen, ob es für die entsprechende Kamera Highspeed-Chip-Alternativen gibt.

Exoten vermeiden

Wichtig ist ebenfalls, nicht auf Speicherexoten zu setzen, die sich obendrein nur in einem Gerät verwenden lassen. Solch ein Speicher ist nicht nur schwer nachzukaufen und dadurch relativ teuer, er lässt sich meist auch nicht mit anderen Geräten teilen. Speicherkarten, die demgegenüber in die Digicam, den MP3-Player und andere Geräte passen, lassen sich flexibel einsetzen. Ist der Speichertyp obendrein weit am Markt verbreitet, kann man leicht und meistens günstig weitere Chips beschaffen.

Praktische Adapter

Viele Karten lassen sich per Adapter auch in anderen Steckplätzen verwenden und sind somit vielseitig einsetzbar. Es lohnt, diese Möglichkeit vor dem Kauf zu kontrollieren. Wichtig kann diese Fähigkeit auch werden, wenn man die Daten per Lesegerät in den PC oder ein Notebook übertragen möchte. Falls man bereits ein Lesegerät besitzt, das aber mit dem Speichertyp des Wunschgerätes nicht klar kommt, wäre ein passender Adapter die rettende Brücke.

Um für die Zukunft vorzubeugen, kann es zudem sinnvoll sein, kleine Chips zu kaufen und diese per Adapter im grösseren Steckplatz zu betreiben. Wenn man künftig das verwendete Gerät wechselt und dieses nur kleinere Speicherkarten akzeptiert, kann man somit auch die alten Karten weiter benutzen.

Kartenlesegerät

Ein Lesegerät ist in jedem Fall praktisch, da es das ständige Verkabeln von Digicam und Co. mit dem PC vermeiden hilft. Stattdessen entnimmt man einfach den Speicherchip, führt ihn in den Kartenleser ein und kann per Drag-and-Drop die Daten am PC übertragen. Für das Notebook bieten sich als kleine Alternative PC-Cards an, die Leseschächte für Speicherkarten besitzen.

Tipp: Auch wenn es große Speicherriesen für relativ wenig Geld gibt, macht es Sinn, lieber mehrere kleinere Speicherkarten zu verwenden, besonders wenn man im Urlaub ist. Grund: Gibt es Probleme mit einem Speicherbaustein, sind nicht gleich alle Daten verloren, da sich ein Teil auf den übrigen Karten befindet.

Fazit

Zu den Speicherkarten Bei der Kaufentscheidung für eine Hardware sollte man immer auch einen Blick auf den verwendeten Speichertyp setzen. Denn dieser entscheidet nicht nur über flexiblen Einsatz und Transferraten, er hat auch Einfluss auf den Stromverbrauch. Gerade hier haben die schnellen Speichergiganten CompactFlash und Microdrive ihre Archillesverse.

Eine gute Figur in allen Bereichen macht die SD-Karte und auch die Multimedia-Karte. Beide bieten großen Speicherplatz, sind fix beim Übertragen, zudem klein und benötigen wenig Strom. Massive Konkurrenz bekommen sie inzwischen auch von der xD-Karte, der aber der Makel des fehlenden Controllers anhängt. Insgesamt stellt aber keiner dieser Kandidaten einen Fehlkauf dar.

Problematischer sind da schon moderne Memory-Sticks. Wären sie nicht eine Insellösung, die fast nur bei Sony zum Einsatz kommt, wären auch sie eine gute Wahl. Mit anderen Worten: Wer einen Hang zu dieser Marke hat und unterschiedliche Geräte mit gleicher Kartentechnik einsetzt, bekommt auch hier leistungsfähigen und guten Speicher.

 


 

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