Klein und dick oder groß und flach? Wer einen Fernseher kaufen möchte, hat die Qual der Wahl. Unzählige Versionen mit wiederum unzähligen Ausstattungsdetails stehen zur Auswahl. Groß, klein, schmal, breit, tief oder flach? Da scheint es gar nicht mal ein so großer Nachteil zu sein, wenn bereits der Kontostand eine kleine Vorauswahl trifft. Doch Geld alleine hilft nicht, die richtige Entscheidung für sich zu treffen.
Wichtig ist vor allen Dingen auch der zur Verfügung stehende Raum und wie viele Leute vor dem Fernseher sitzen sollen. So machen riesige TV-Geräte oder gar klobige Rückprojektionsboliden in kleinen Zimmern kaum Sinn. Genauso wie ein Minigerät für eine vierköpfige Familie beim besten Willen kein Kinofeeling aufkommen lässt.
Gut für kleine wie für große Räume sind flache LCD-Displays (LCD: Liquid Crystal Display) oder Plasmabildschirme geeignet. Und das Beste: Inzwischen muss man für diesen Luxus gar nicht mehr so tief in die Tasche greifen. Flache Fernseher haben längst das Preisniveau erreicht, in dem sich früher große Röhrengeräte tummelten.
Man muss jedoch nicht gleich vor der Fülle des Angebots und den unterschiedlichen Techniken kapitulieren. Wer sich ein klein wenig informiert, findet schnell ein passendes Gerät. Um Ihnen die Auswahl zu erleichtern, erklären wir in den folgenden Kapiteln die Unterschiede, sowie Vor- und Nachteile der verschiedenen Gerätetypen und Techniken. (pr)
Die Größe Ein wichtiges Entscheidungskriterium beim Kauf eines neuen Fernsehers ist die Größe. So eignen sich für sehr kleine Räume meist keine ausgewachsenen Geräte mit 80 Zentimeter Bilddiagonale und mehr. Hier kommen eher kleinere Versionen zum Einsatz mit einer maximalen Bilddiagonale von 55 Zentimetern. Noch kleiner muss ein TV-Empfänger sein, wenn er unterwegs in der Handtasche oder dem Rucksack Platz finden soll. Hierfür eignen sich so genannte Pocket TVs. Das sind Fernsehgeräte mit kleinem flachem Bildschirm, die kaum größer als ein Gameboy sind.
Entscheidend bei der Wahl der richtigen Größe ist die Zahl der Personen, die regelmäßig vor dem Fernseher Platz nehmen. Je mehr das sind, desto größer sollte die sichtbare Fläche sein. Personen, die nicht direkt vor dem Gerät sitzen, sollen schließlich ebenfalls ein gutes Bild sehen und dem Geschehen am Fernseher entspannt folgen können.
Für den gemütlichen Filmabend zu viert sind 55 Zentimeter Bilddiagonale eindeutig zu wenig. Hier sollten es mindestens 70, besser sogar 80 Zentimeter oder auch noch mehr sein. Grundsätzlich gilt: Je größer die sichtbare Fläche, desto näher fühlt man sich dem Geschehen. Im Idealfall, bei sehr großen Bilddiagonalen, taucht man förmlich in den Film ein und bekommt beinahe das Gefühl, im Kino zu sitzen. Der Grund dafür: Bei großer Bildfläche kann das Auge nicht mehr alles auf einen Blick wahrnehmen und sucht sich wichtige Punkte im Bild heraus. Mit diesem Trick arbeitet auch das Kino. Das bedeutet zugleich, dass man nicht zu großen Abstand zum Fernseher haben sollte, ohne natürlich direkt vor der Mattscheibe zu hocken.
Übersicht
In der Tabelle finden Sie den idealen Abstand für die jeweilige Bildschirmdiagonale. Selbstredend kann man bei den genannten Abständen auch jeweils kleinere Geräte verwenden, doch leidet darunter der entspannte Fernsehgenuss, da Details zu klein werden.
Abstand
Diagonale
1,5 bis 2,5 Meter
32 bis 42 Zoll
2,5 bis 3 Meter
42 bis 50 Zoll
3 bis 4 Meter
50 bis 60 Zoll
mehr als 4 Meter
über 60 Zoll
Breitbild oder Normal Heute hat man immer weniger die Möglichkeit, zwischen breiten Fernsehschirmen im 16:9-Format und den älteren Versionen im schmaleren 4:3-Format zu wählen. Oft sind es nur noch die kleineren und auch transportablen Röhrengeräte, die nicht als Breitbildvariante erhältlich sind.
Schmale Fernsehgeräte wirken heute oft antiquiert, dabei haben sie aber auch einige Vorteile. So werden heute immer noch sehr viele TV-Sendungen im alten Bildverhältnis produziert. Vorteil dieser Gattung: Sie zeigen das Fernsehbild in voller Größe ohne Verzerrungen. Bei Spielfilmen im Breitbildformat muss man sich allerdings mit schwarzen Balken am oberen und unteren Bildschirmrand abfinden.
Raffinierte Tricks
Diesem Dilemma treten einige Hersteller mit einer raffinierten Technik entgegen. Sie vergrößern das Bild auf Wunsch so geschickt, dass die Balken verschwinden und trotzdem am rechten und linken Bildschirmrand kaum Informationen verloren gehen. Verzerrungen treten dabei in der Regel kaum im Bild auf.
Wer überwiegend TV-Shows ansieht und seltener Filme oder DVDs betrachtet, fährt mit dem herkömmlichen Format nach wie vor am besten. Wer demgegenüber häufig Filme anschaut, sollte lieber zu einem breiten Fernseher im 16:9-Format greifen. Denn fast alle modernen Filme werden im Breitbild-Format aufgenommen. Grund: Ein breites Bild ist besser an das Gesichtsfeld angepasst. Zudem werden mehr Bildinformationen sichtbar, denn Breitbildfernseher bieten bei identischer Diagonale etwa zehn Prozent mehr Bild. Der Zuschauer wird dadurch eher ins Geschehen hineingezogen.
Kampf den Balken
Breitbildfernseher büßen aber ein wenig Ihres Glanzes ein, wenn sie im 4:3-Format ausgestrahlte Fernsehsendungen wiedergeben. Entweder geben sie es in Originalgröße wieder, was zu einem klaren und scharfen Bild führt, aber gleichzeitig auch zu schwarzen Balken am linken und rechten Bildrand. Oder sie vergrößern das Bild, damit die Balken verschwinden. Man sieht aber nicht wirklich mehr, denn das vorhandene Bild wird nur in die Breite gezogen. Das führt im Extremfall dazu, dass sämtliche Moderatoren und Schauspieler auf einmal Eierköpfe haben. Zusätzlich verliert das Bild an Schärfe und Detailreichtum.
Diesem Problem versuchen die Hersteller mit unterschiedlichen Techniken entgegen zu wirken, zwischen denen man dann über die Fernbedienung die beste für sich auswählt.
14:9-Format
Bei einem Lösungsversuch bläht der Fernseher das Bild ins 14:9-Format auf. Folge: Das Bild wird nahezu unverzerrt vergrößert, dabei gehen aber unten und oben Bildinformationen verloren und kleine schwarze Balken links und rechts können sichtbar bleiben.
16:9-Zoom
Eine andere Möglichkeit ist, das Bild so stark zu vergrößern, bis es unverzerrt die gesamte Bildschirmfläche ausfüllt. Dieses Verfahren nennt man 16:9-Zoom. Nachteil: Relativ viele Bildinformationen verschwinden am oberen und unteren Rand aus dem Sichtfeld. Bei einigen Herstellern lässt sich das Bild nach oben verschieben, um Untertitel sichtbar zu machen. Dabei gehen dann allerdings relativ viele Bildanteile am oberen Rand verloren.
Panorama-Zoom
Mit einem Kompromiss versucht das Panorama-Zoom das gesamte Bild möglichst neutral auf dem breiten Monitor darzustellen. Eine spezielle Technik führt dazu, dass in der Bildmitte die Verzerrungen gering sind zum Bildrand hin aber zunehmen. So erscheint der zentrale Teil des Bildes nahezu verzerrungsfrei, doch lassen sich Eierköpfe dadurch trotzdem nicht ganz vermeiden. Auch wenn der Gesamteindruck dieser Zoom-Technik recht gut ist, muss man sich damit abfinden, dass es unschöne Wellen gibt wenn gerade Linien, wie etwa bei Häuserfronten, sichtbar sind.
Wer mehrmals pro Woche eine DVD in den Player schiebt und ansonsten nur wenig TV-Shows konsumiert, kann und sollte guten Gewissens zu einem Breitbildfernseher greifen. Wer dagegen über die Hälfte der Zeit normales Fernsehprogramm ansieht, kann genauso gut ein 4:3-Gerät wählen, sollte es solch eines in der gewünschten Größe noch geben.
Klassische Röhrenmonitore Diesen Typ ereilt sehr wahrscheinlich das gleiche Schicksal wie seinerzeit die Dinosaurier: Er wird aussterben. Schon heute haben sich einige Hersteller von der alten Technik verabschiedet und haben nur noch flache Fernsehgeräte im Programm. Die restlichen scheinen sich in die Nische der kleinen Geräte zurückzuziehen, denn große Diagonalen mit bis zu 32 Zoll findet man immer seltener. Verbreitet sind kleine Geräte, die sich als kostengünstige Alternative fürs Kinderzimmer, den Wohnwagen oder das Ferienhaus eignen.
Die Verdrängung der klobigen und schweren Röhre hat aber viel mehr mit Optik als mit schlechter Qualität zu tun. Fernseher mit Röhrentechnologie sind nämlich nach wie vor unübertroffen in der Farbwiedergabe, Kontrast und erzielbarem Schwarzwert. Ihre Fähigkeit, sehr viel Umgebungslicht zu absorbieren, prädestiniert sie zum Einsatz auch bei hellem Tageslicht, beziehungsweise bei starker Beleuchtung. Einige Geräte arbeiten sogar mit einem Sensor, der das Umgebungslicht analysiert. Der Fernseher passt dementsprechend automatisch Helligkeit und Kontrast an, so dass man stets ein klares und scharfes Bild zu sehen bekommt.
Halbbildverfahren
Ein weiterer Grund für das exzellente Bild von Röhren-TVs ist das Halbbildverfahren, das dem Bildaufbau zu Grunde liegt. Es ist ideal auf die technischen Möglichkeiten der Röhre zugeschnitten. Beim Halbbildverfahren wird das Bild zeilenweise aus jeweils zwei halben Bildern zusammengesetzt. Das geschieht so schnell, dass das Auge davon nichts bemerkt.
Nachteil eines Fernsehers mit Bildröhre: Er braucht relativ viel Platz, da er aufgrund der Röhre sehr tief ist. Weil diese zudem aus schwerem Glas gefertigt ist, bringen Röhrengeräte recht viele Kilos auf die Waage. Größe und Gewicht steigen obendrein stark mit wachsender Bilddiagonale. Ein großer Fernseher kann schon mal so viel wie ein ausgewachsener Mensch wiegen.
Flache Mattscheibe
Wer sich für ein Röhrengerät entscheidet, sollte auf eine flache Frontscheibe achten. Denn diese bieten gegenüber den konventionellen, gewölbten ein plastischeres Bild. Manche Geräte bietet zudem eine geringere Gehäusetiefe, durch den Einsatz so genannter Slim-Röhren. Damit wirken sie weniger unförmig. Aus technischen Gründen sind Röhrenfernseher aber nur bis zu einer maximalen Diagonale von knapp einem Meter erhältlich. Wer's größer mag, sollte sich Rückprojektionsgeräte oder Plasmaschirme näher anschauen oder gar zu einem Projektor greifen.
Rückprojektoren Rückprojektionsgeräte haben ihren Namen von einem integrierten Projektor, dessen Bild über Umlenkspiegel vorne auf die Mattscheibe projiziert wird. Dieses Verfahren gestattet recht große Bildschirmdiagonalen, die meist zwischen einem und knapp zwei Meter liegen. Auch diese Technik ist in ihrer Existenz bedroht. Entwickelt hatte man sie, um größere Bilddiagonalen als beim Röhren-TV erreichen zu können. Doch da inzwischen flache Fernseher mit noch größeren Diagonalen zu humanen Preisen verfügbar sind, werden diese Geräte immer uninteressanter.
Die Technik erreicht jedoch nach wie vor eine hohe Bildqualität. Da die Bildprojektion ohne Einfall von Umgebungslicht im geschlossenen Gehäuse stattfindet, erzielen diese Projektoren ein helleres und kontrastreicheres Bild als normale Videoprojektoren, ohne aber die Leuchtkraft, Schärfe und Qualität eines Röhrenfernsehers ganz zu erreichen.
Analog ist out
Da das Licht sehr stark gebündelt ist, wirkt das Bild sehr brillant und plastisch, bei analogen Geräten mit Kathodenstrahlröhre allerdings nur, wenn man sich im idealen Blickwinkel direkt vor dem Gerät befindet. Tritt man nur einen Schritt zur Seite, gehen Brillanz und Plastizität schnell verloren. Hier tritt zudem das Problem auf, dass das Bild in der Mitte meist heller ist als am Rand, da nur dort das Licht senkrecht auf die Mattscheibe trifft. Bei analogen Versionen braucht das Licht lange Wege, um große Diagonalen zu erzielen. Somit sind diese Rückpros sehr groß und vor allem tief. Sie haben kaum noch eine Überlebenschance.
Digital nur ein Kompromiss
Wenn Rückpro, dann digital. Denn diese Technik schaltet die größten Nachteile analoger Geräte nahezu aus. Aktuelle Modelle sind trotz Bilddiagonalen von über einem Meter nur noch 30 bis 40 Zentimeter tief und somit flacher als Röhren-TVs, jedoch deutlich tiefer als LCD- und Plasmafernseher. Gegenüber der analogen Variante bekommt man auch ein kontrastreiches, leuchtstarkes und scharfes Bild zu sehen, wenn man nicht direkt vor dem Fernseher sitzt, sondern von der Seite guckt.
Die Techniken, die das möglich machen, verbergen sich hinter den Kürzeln LCD, DLP und LCoS. Bei LCD handelt es sich im Prinzip um dieselbe Technik, die auch bei entsprechenden Flachbildschirmen zum Einsatz kommt und weiter unten genauer erklärt wird. Da für die Bilderzeugung lediglich ein kleines Display vor der Projektionslampe zuständig ist, reduziert sich der Raumbedarf auf die Umlenkung der Bilder auf den Schirm, was das flachere Gehäuse begründet.
DLP
Auch für DLP-Technik (Digital Light Processing) ist nur der Raum für die Umlenkung der Signale nötig. Hier funktioniert der Vorgang der Bilderzeugung aber etwas anders. Auf einem Mikrochip sitzen je nach Modell 500.000 bis zwei Millionen winzige Spiegel (für jeden Bildpunkt einer), die durch elektrische Impulse in Bewegung versetzt werden; bis zu tausendmal in der Sekunde. Dadurch gelangt mal mehr, mal weniger Licht der Bildquelle auf den Schirm, was für natürliche Farben und eine gleichmäßige Darstellung sorgt. Besonders in abgedunkelten Räumen spielen diese Geräte ihre Vorteile voll aus. Für den Einsatz unter hellem Tageslicht sollte man auf die Werte für Helligkeit und Kontrast achten. Je höher, desto besser.
LCoS
Relativ neu ist die LCoS-Technik (Liquid-Crystal-on-Silicon), die man auch unter dem Kürzel D-ILA (Direct Drive Image Light Amplifier) finden kann, wie es beispielsweise JVC verwendet. Hier kommt eine mit Flüssigkristallen beschichtete Siliziumfolie auf einem Chip zum Einsatz. Fällt Licht auf die Folie, richten sich die Kristalle danach aus und erzeugen so das Bild, die per Umlenkspiegel auf der Mattscheibe landen. Für jede der drei Grundfarben Rot, Grün und Blau kommt ein eigener Chip zum Einsatz. Das so erzeugte Bild ist noch klarer und schärfer als das von DLP-Geräten. Die erreichbaren Kontrastwerte sind ausgezeichnet.
Folgekosten
Wie bereits erwähnt, arbeitet im Rückpro eine Projektionslampe, genau wie in einem Beamer oder Diaprojektor. Diese unterliegt dem Verschleiß und muss nach einiger Zeit ausgetauscht werden. Dafür werden in der Regel mehrere Hundert Euro fällig, eine Ausgabe, die man bei der Anschaffung nicht unberücksichtigt lassen sollte. Daher sollte auch die zu erwartende Lebensdauer der verwendeten Lampe eine Rolle bei der Kaufentscheidung spielen. Je länger diese durchhält, desto günstiger ist der Fernseher auf lange Sicht.
LCD-Flachbildschirme Wer einen schicken, flachen Fernseher möchte, muss sich heute zwischen LCD- und Plasma-Modellen entscheiden. Beide sind mit Normalgroßen und bis zu sehr großen Diagonalen erhältlich. Anders als Plasmafernseher, die erst ab einer Diagonale von 37 Zoll erhältlich sind, gibt es LCD-TVs auch mit sehr kleinem Durchmesser ab unter zehn Zoll. Zweit- oder Drittgeräte für Küche, Arbeits- oder Schlafzimmer müssen somit nicht auf Röhrentechnik basieren. Auch hier lassen sich die flachen Schirme aufstellen oder gar aufhängen. Die allergrößten Durchmesser findet man jedoch nach wie vor im Plasma-Segment. Bei LCD-Geräten ist bei etwa 70 Zoll Diagonale Schluss. Weiterer Unterschied: LCD-Fernseher haben in der Regel eine größere Gehäusetiefe als Plasma-TVs. Letztere sind daher besser zum Aufhängen geeignet.
Flüssige Kristalle
LCD-Displays erzeugen ihre Bilder mit Hilfe flüssiger Kristalle, die zwischen zwei Glasscheiben schwimmen. Je nachdem in welcher Position diese Kristalle liegen, lassen sie Licht bestimmter Wellenlänge, also bestimmter Farbe durch. Mit Hilfe von Transistoren lassen sich die Kristalle in eine gewünschte Position bringen und somit jedes gewünschte Bild erzeugen.
Da diese Technik sich gänzlich vom zeilenweisen Bildaufbau des Fernsehbildes unterscheidet, ist es sehr schwierig, die gleiche überragende Qualität von Top-Röhrengeräten zu erreichen, obwohl LCD-Panels in der Lage sind, gestochen scharfe Bilder zu liefern. Zudem muss man ihr Bild nicht durch aufwendige Technik beruhigen, da LCDs Prinzip bedingt nicht flimmern.
Betrachtungswinkel
Direkt vor einem LCD-Display bekommt man in der Regel ein sehr gutes Bild zu sehen. Doch nimmt die Qualität ab, wenn man sich zu weit zur Seite bewegt. Wird der Blickwinkel auf den Bildschirm zu schräg, sieht man unter Umständen gar kein Bild mehr - ein Manko, das man auch bei flachen PC-Monitoren beobachten kann.
Die technische Nähe zum PC-Monitor macht einen LCD-Fernseher zum idealen Spielgefährten für das Notebook. Per VGA- oder DVI-Schnittstelle angedockt, erweitert sich schnell die Präsentations- oder Arbeitsfläche. Bei der Arbeit mit dem PC bieten einige Panels sogar den Luxus, das Fernsehbild in einem kleinen Fenster über dem Desktop einblenden zu können. Praktisch fürs Börsenfernsehen oder die nächste Fußball-WM.
Reaktionszeit
Bei schnelleren Kameraschwenks kam es früher bei der LCD-Technik immer mal wieder zum kurzzeitigen Ausfransen einzelner Bildteile. Die meisten modernen Geräte haben damit aber kaum noch zu kämpfen. Um dieses Problem, das auch Textlaufbänder unleserlich machen kann, sicher ausschließen zu können, ist ein Blick in die technischen Daten nötig. Hier sollte die Reaktionszeit des Displays angegeben sein. Sie sollte deutlich unter 20 Millisekunden liegen, damit kein Ausfransen oder Nachziehen des Bildes sichtbar ist.
Doch aufgepasst! Einige Marketingstrategen haben einen Weg gefunden, den Displays eine besonders schnelle Reaktionszeit zu attestieren. Sie schreiben den Monitoren Reaktionszeiten von unter 10 Millisekunden zu. Solchen Zeiten liegt aber häufig lediglich der Farbwechsel von Grau zu Grau zu Grunde. Normalerweise bezieht sich der Wert jedoch auf den Wechsel von Schwarz zu Weiß, der deutlich mehr Zeit benötigt.
Ein weiterer Trick, die Reaktionszeit auf dem Papier zu verbessern, ist das Aufteilen des Wertes in Rise- und Fall-Zeiten. Damit sind die Zeiten für das An- und Ausschalten der Transistoren gemeint. Um einen realistischen Wert für die Reaktionszeit des TV-Displays zu erhalten, muss man beide Werte addieren.
Brillanz und Leuchtkraft
Damit Farben kräftig und natürlich wirken und das Bild eine hohe Brillanz aufweist, sind gute Kontrastwerte und eine hohe Leuchtkraft wichtig. Die Leuchtkraft misst man bei LCD-Displays in Candela. Ein Candela entspricht der Leuchtkraft einer Kerze auf einen Quadratmeter. Für ein gutes Bild benötigt man mindestens 200 Candela, besser sogar 250 Candela oder mehr.
Der Kontrastwert beschreibt demgegenüber das Leuchtverhältnis von schwarzen und weißen Pixeln. Auch hier ist ein hoher Wert besser. Als Untergrenze gelten 500:1. Gute Modelle bieten 1000:1 und Topmodelle bringen es auf 1500:1 oder sogar noch höher. Im Vergleich zu Plasma-TVs sind die Kontrastwerte bei LCDs generell niedriger. Deswegen hat diese Gattung auch größere Probleme ein tiefes Schwarz darzustellen. Dennoch sind bei LCDs in dunklen Bereichen mehr Details sichtbar.
Formatfrage
Die überwiegende Zahl LCD-TV-Geräte wird im 16:9-Modus angeboten. Gerade bei kleineren Diagonalen findet man aber häufig noch 4:3-Versionen. Einige Geräte kommen gar in einer vollkommen fernsehfremden 5:4-Auflösung. Sie erreichen beispielsweise 1280 mal 1024 Bildpunkte (SXGA). Das ist ideal für den Betrieb am PC, aber etwas ungünstig fürs Fernsehgucken. Das ungewöhnliche Verhältnis führt dazu, dass die Bilder an sämtliche Fernsehformate angepasst werden müssen und man stets mit einem verzerrten Bild lebt. Einziger Ausweg: die unveränderte Darstellung, die aber zu schwarzen Balken an den Seitenrändern führt.
Sonstige Ausstattung
Abstriche muss man aufgrund der flachen Bauweise bei den Lautsprechern machen. Satte, tiefe Bässe sind kaum möglich. Wer will, kann aber meist seine Musikanlage anschließen. Wichtig ist auch der Standfuß, er sollte stabil sein und dem Display sicheren Halt bieten. Wer den Fernseher an der Wand aufhängen möchte, sollte auf eine genormte Haltevorrichtung achten oder kontrollieren, ob der Hersteller eine spezielle Halterung für das entsprechende Modell im Programm hat.
Sparsamer als Plasma
Vorteilhaft gegenüber einem Plasmadisplay ist der geringere Stromverbrauch eines LCDs. Dieser liegt im Durchschnitt bei zirka 150 Watt bei 42 Zoll Bildschirmdiagonale. Kommen für die Hintergrundsbeleuchtung sparsame Leuchtdioden (LEDs) zum Einsatz, sinkt der Verbrauch deutlich. Weiterer Vorteil der LED-Technik: Der Kontrastumfang steigt, da die Dioden einzeln gesteuert werden können. Dadurch lässt sich auch die Schwarzdarstellung verbessern und die Leuchtkraft in hellen Bereichen erhöhen. Dadurch, aber auch ohne den Einsatz von LEDs, ist auch die Temperaturentwicklung niedriger als bei Plasmas, so dass LCDs oft ohne (lauten) Lüfter auskommen.
Langes Leben
Die zu erwartende Lebensdauer ist mit etwa 40.000 Stunden recht hoch. Das reicht selbst bei täglichem Dauereinsatz von fünf Stunden für über zwanzig Jahre. Zudem besteht beim LCD nicht die Gefahr des Einbrennens. (Mehr zum Thema Einbrennen im nächsten Kapitel.) Ein Problem mit dem dafür LCDs zu kämpfen haben, sind defekte Pixel. Diese machen sich, aus nächster Nähe betrachtet, als kleine schwarze oder dauerhaft bunt leuchtende Punkte bemerkbar. Sie fallen beim bewegten Bild eines Fernsehers jedoch weniger auf als bei der Arbeit am PC-Monitor.
Plasmabildschirme Auch wenn LCD-Fernseher immer tiefer in die Domäne der Plasmas vordringen, haben diese weiterhin ihre Daseinsberechtigung. Denn ihre Bildqualität ist von der flachen Konkurrenz weiterhin unerreicht. Sie punkten zudem immer da, wo LCDs Schwächen haben. So erreichen Plasma-Fernseher nicht nur größere Bilddiagonalen bis zu über 100 Zoll, sie haben auch keine Probleme mit schrägen Blickwinkeln und zeigen darüber hinaus kräftigere Farben und schärfere Bilder als LCD-Modelle.
Unterschiede
Auf den ersten Blick wirken sie wie die großen Geschwister der LCD-Panels, bauen aber auf anderer Technik auf. In ihnen werden nicht Kristalle von Transistoren angeregt, sie sind vielmehr aus sehr vielen kleinen mit Gas gefüllten Leuchtzellen aufgebaut, die wie Minineonröhren funktionieren. Dadurch erzielen sie eine Farbqualität, die mit der von Röhrenmonitoren vergleichbar ist und über der von LCD-Schirmen liegt.
Dank der flachen Bauweise kann man Plasmadisplays wie LCD-Panels an der Wand aufhängen. Dort kann der Monitor sogar als elektronischer Bilderrahmen dienen. Denn mittels PC-Anschluss wird er zum Computermonitor und kann Bilder von der Digicam als Bildschirmschoner anzeigen. Alternativ kann man auch die Digicam direkt anschließen. So wird der Schirm auch in den Fernsehpausen zum Blickfang. Daneben kann man ihn auch als PC-Monitor mir riesiger Anzeigefläche und für Präsentationen verwenden. Für die Arbeit mit dem PC ist er aber etwas schlechter geeignet als ein LCD-Schirm, da bei geringem Abstand ein leichtes Bildflimmern sichtbar ist.
Externe Geräte
Damit die Schirme nichts von der geringen Tiefe verlieren, bauen einige Hersteller mitunter Lautsprecher und TV-Tuner nicht mit ins Gehäuse ein, sondern bringen sie in Einzelmodulen unter. Den Lautsprechern tut dies gut, da man bei der Entwicklung weniger Rücksicht auf die Gehäuseformen des Monitors legen muss und sich mehr auf eine gute Klangqualität mit kräftigen, tiefen Bässen und vollem Sound konzentrieren kann. Wer möchte, kann Plasmabildschirme an eine vorhandene Surround- oder Hifi-Anlage anschließen.
Hoher Stromverbrauch
Nachteil der Plasmatechnik ist ein relativ hoher Stromverbrauch. Mehrere hundert Watt genehmigen sich die manche Schirme im Betrieb. Allerdings tut sich einiges in diesem Bereich. Manche Hersteller schaffen es gar Geräte zu entwickeln, die nur noch wenig mehr benötigen als LCDs. Der Durchschnittsverbrauch ist bei 42-Zoll-Modellen mit 250 Watt aber immer noch deutlich höher. Damit wenigstens bei ausgeschaltetem Gerät kein Strom fließt, ist es ratsam darauf zu achten, dass sich der Fernseher komplett ausschalten und nicht nur in den Ruhezustand versetzen lässt, in dem weiterhin Kriechströme fließen und die Stromrechnung wachsen lassen. Da Plasma-TVs relativ schwer sind, brauchen sie eine stabile Unterlage, falls sie nicht an der Wand hängen sollen.
Helligkeit und Kontrast
Mit Vorsicht sind die in den technischen Unterlagen angegebenen Helligkeits- und Kontrastangaben zu genießen. Nicht immer stimmen diese mit der Realität überein. Der Grund liegt darin, dass die Hersteller die Messung direkt an den Leuchtstoffröhren vornehmen. Diese werden aber aufgrund hoher Strahlung für den Betrieb im Wohnzimmer mit einer Filterscheibe verdeckt, die nicht nur die Strahlung, sondern auch die Leuchtkraft einschränkt. Zudem ist bei der Messung die Strombegrenzung ausgeschaltet, die im Alltagsbetrieb aktiviert ist. Somit gelten beide Werte nur theoretisch. Dennoch bieten Plasmafernseher ein leuchtstarkes Bild über die gesamte Fläche. Die Kontrastwerte sind mit Verhältnissen 1500:1 bis 2500:1 bei realitätsnahen Bedingungen sehr gut. Nachteilig ist allerdings: Zwar können Plasmas dunkle Bereiche besser darstellen als LCDs, doch verschlucken sie in diesen Bereichen gerne einige Details, die auf LCDs noch sichtbar sind.
Bedenken sollte man auch, dass die Bildschirme sehr warm werden und eine Menge Wärme abstrahlen. Damit die Schirme nicht zu heiß werden, verbauen einige Hersteller Lüfter, welche die Röhren vor Überhitzung schützen sollen. Damit solch ein Lüfter nicht als störend empfunden wird, sollte dessen Geräuschentwicklung deutlich unter 25 Dezibel (dB) liegen.
Einbrennen
Ein Problem, mit dem Plasmabildschirme nach wie vor zu kämpfen haben, ist das Einbrennen. Von Einbrennen spricht man, wenn starre Teile des Bildes, wie beispielsweise Senderlogos, nach einiger Zeit der Darstellung nicht mehr verschwinden und als Schatten auch dann sichtbar bleiben, wenn das Gerät ausgeschaltet ist oder etwas anderes darstellt. Die Objekte sind dann physikalisch in die Phosphorschicht der Leuchtstoffröhren eingebrannt.
Als eher harmlos gilt das so genannte kurze Einbrennen (short burn-in), das nach zwei bis drei Minuten wieder verschwindet und immer dann auftreten kann, wenn man einige Minuten eine sehr kontrastreiche Darstellung betrachtet, wie zum Beispiel ein DVD-Menü. Problematischer ist demgegenüber das permanente Einbrennen (permanent burn-in). Moderne Geräte haben das Problem inzwischen besser im Griff, so dass Senderlogos und Menüs erst dann dauerhaft einbrennen, wenn tagelang sehr kontrastreiche Bilder, Logos oder Menüs ohne Unterbrechung angezeigt werden.
Vorsicht geboten
Doch selbst, wer seinen Fernseher vor dem Schlafengehen ausschaltet, ist nicht ganz vor dem Einbrennen sicher. Nämlich genau dann, wenn er fast ausschließlich einen Fernsehsender guckt oder täglich ausführlich dieselben Videotextseiten studiert. Auch dann kann mit der Zeit ein Einbrennen auftreten. Eine weitere Gefahrenquelle sind schwarze Balken an den Bildrändern. Muss ein Display dauerhaft schwarze Bereiche darstellen, leuchten die entsprechenden Röhren später weniger stark und es scheint sich ein Schatten über das Bild zu legen. Um dem vorzubeugen, zeigen einige Plasmafernseher statt der schwarzen Balken graue an, was etwas gewöhnungsbedürftig ist.
Einbrennen vorbeugen
Die mögliche Gefahr sollte jedoch niemanden vom Kauf eines Plasmadisplays abhalten. Man sollte jedoch sensibel für dieses Thema sein und bei der Geräteauswahl auf Vorsichtsmaßnahmen des Herstellers achten. Von Vorteil ist die zuvor angesprochene graue Hintergrundfarbe bei Balkendarstellung. Mit einem weiteren Trick versuchen die Hersteller, das Problem zu umschiffen. Sie setzen auf so genanntes Pixelshifting. Kommt diese Technik zum Einsatz, wird das gesamte Bild regelmäßig und unbemerkt um einige Pixel verschoben, so dass keine Pixel dauerhaft mit der gleichen hellen Farbe leuchten.
Zuhause kann jeder selbst auch etwas tun, um dem Einbrennen vorzubeugen. So ist es ratsam, die Helligkeits- und Kontrastwerte nicht allzu kräftig zu wählen. Menüs und Videotext sollte man nicht stundenlang anzeigen lassen, während man gar nicht vor dem Fernseher sitzt. Verfügt der Fernseher über eines der weiter oben angesprochenen Zoomformate, kann man die Bilddarstellung so verändern, dass Senderlogos von der Anzeige verschwinden. Dies sollte aber in der Regel nur nötig sein, wenn man täglich ausschließlich einen einzigen Sender sieht. Nutzen Sie das Display ebenfalls für den PC, sollten Sie einen Bildschirmschoner einsetzen.
Lebensdauer
Die zu erwartende Lebensdauer ist bei Plasma-TVs mit 20.000 Stunden im Vergleich zu LCDs nur halb so hoch, reicht bei täglichem Dauerseinsatz von fünf Stunden aber immer noch für fast elf Jahre. Vorteil gegenüber LCD-Technik: Defekte Pixel muss man nicht befürchten. Allerdings wiegen Plasmas mehr, in besonders großen Versionen sogar deutlich mehr als alte große Röhrengeräte.
Ausstattung Ganz gleich ob breit oder nicht, die Ausstattung sollte in jedem Fall den gewünschten Anforderungen entsprechen. Besonders wichtig für die Augen ist dabei, dass das Bild möglichst flimmerfrei angezeigt wird. Das ist nur bei LCD- und Plasmabildschirmen sowie TV-Geräten der Fall, die mit so genannter 100-Hertz-Technik arbeiten. Zuweilen trifft man aber noch auf 50-Hertz-Geräte. Bei diesen wird jedes Bild 25-mal in der Sekunde aus zwei Halbbildern aufgebaut, die zusammen das komplette Fernsehbild ergeben. Das ist zwar ausreichend schnell, um dem Auge Bewegung vorzugaukeln, doch nimmt es den Bildaufbau dennoch leicht wahr und registriert dieses als Flimmern. 100-Hertz-Fernseher speichern die ersten 50 Halbbilder zunächst zwischen und senden sie dann gebündelt mit doppelter Geschwindigkeit. Dem Auge bleibt dieser Vorgang verborgen, es nimmt kein Flimmern mehr wahr.
120 Hertz
Noch einen Schritt weiter geht die neuere 120-Hertz-Technik. Sie soll das Bild noch besser machen. Vor allem Bewegungen wirken realistischer und flüssiger. Man findet sie unter verschiedenen Namen wie etwa Motionflow (Sony), Digital Natural Motion oder HD Natural Motion (beide Philips). Wie die Bezeichnung vermuten lässt, zeigen die Geräte 120 Bilder pro Sekunde. Sie gehen dabei etwa wie 100-Hertz-Fernseher vor, müssen jedoch die zwanzig zusätzlichen Bilder selbst errechnen, was das Auge nicht wahrnimmt. Die Technik kommt nur bei Flachbildgeräten zum Einsatz. Trotz der Bildverbesserung bleibt das Bild im Vergleich zur Röhre dennoch ein wenig unschärfer.
Zu einer weiteren Beruhigung des Bildes trägt ein Kammfilter bei. Er sorgt dafür, dass es nicht zu einem Farbflimmern bei grau gemusterten Flächen kommt und diese klar und scharf angezeigt werden. Besonders bei alten Schwarzweiß-Filmen ist solch ein Flimmern immer wieder zu bemerken und auch bei grau gemusterten Blusen oder Jacketts tritt dieser Effekt ohne Kammfilter auch bei Farbfilmen auf.
Bild in Bild
Besonders praktisch ist, wenn man neben dem aktuellen Programm in einem kleinen Fenster verfolgen kann, was auf einem anderen Sender passiert. So kann man in Ruhe die Nachrichten sehen und verpasst nicht den Anpfiff eines Fußballspiels auf einem anderen Kanal oder man schaltet während der Werbepause um, ohne die Fortsetzung des jeweiligen Programms zu verpassen.
Damit ein TV-Gerät diese so genannte PiP-Technik (Picture in Picture - Bild in Bild) verwenden kann, benötigt es einen zweiten Fernsehtuner. Alternativ kann dies auch der Tuner des Videorekorders übernehmen. Das klappt aber nur bei Fernsehsignalen aus dem Kabel oder über Antenne. Wer diesen Luxus bei einer Satellitenverbindung nutzen möchte, braucht eine Empfangseinheit für zwei Teilnehmer, wo dann beide Signalleitungen mit dem Fernsehapparat, respektive TV-Gerät und Videorekorder verbunden werden.
Einige Fernsehgeräte bedienen sich eines kleinen Tricks: Sie können zwar nicht zwei bewegte Bilder zur gleichen Zeit darstellen, sind aber dafür in der Lage, ein Standbild von einem oder sogar mehreren anderen Sendern in das laufende Programm zu blenden. Sie fischen sich in Windeseile, vom Auge nahezu unbemerkt, die Bilder aus den Kanälen und zeigen sie umgehend an. So bekommt man zumindest einen Eindruck, was auf anderen Programmen gerade läuft.
Elektronische Programmzeitschrift
Noch eine Möglichkeit herauszufinden, was im Fernsehen läuft, ist die elektronische Programmzeitschrift, kurz EPG. Sie listet das Programm aller Sender auf und bietet dazu noch zusätzliche Programminformationen. Wer gerne auf der Mattscheibe blättert, kann sich so den Gang zum Kiosk und zusätzlich einige Euro für eine gedruckte Fernsehzeitung sparen.
Das Programm und auch noch viele andere Informationen bietet auch der Videotext. Doch richtig Spaß macht das Blättern dort nur, wenn man nicht ständig minutenlang warten muss, bis eine angewählte Seite auf dem Schirm erscheint. Manche TV-Geräte können daher viele Seiten, manchmal mehrere tausend, zwischenspeichern, so dass diese sofort parat sind. Je größer solch ein Speicher ist, desto mehr Seiten passen hinein.
Übrigens, fleißige Videotext-Leser, die sich für einen Breitbildfernseher interessieren, sollten darauf achten, dass sie ein Gerät erwischen, das den Schirm in zwei Hälften teilen kann. So kann man auf einer Seite das Programm verfolgen, während man auf der anderen Seite durch den Videotext surft.
Der Ton
Für satten Kinosound braucht man eine gute Surround-Anlage, die den Ton über fünf oder mehr Lautsprecher im ganzen Raum verteilt. Neben den Lautsprechern benötigt man einen Dekoder, der den Ton entsprechend aufschlüsseln und verteilen kann. Verwendet man als Steuerzentrale einen AV-Receiver, braucht man sich keine Gedanken zu machen, denn dieser hat einen eingebaut. Zweite Möglichkeit: ein DVD-Rekorder mit integriertem Dekoder. Wer weder AV-Receiver noch einen entsprechenden DVD-Player besitzt und auch nicht anschaffen möchte, sollte darauf achten, dass der Fernseher über einen Dekoder verfügt. Denn sonst wird es nichts mit Kinosound.
Einige Hersteller versuchen ihren Geräten Kinosound mit auf den Weg zu geben, indem sie den Ton auf spezielle Art und Weise abstrahlen, um so den Eindruck von Rundum-Ton zu erwecken, oft zu finden unter dem Stichwort Virtual Surround. Allerdings darf man von solchen Techniken keine Wunder erwarten, eine Surround-Anlage ersetzen sie nicht.
Platz sparen
Wer gerne möglichst wenig Geräte neben oder unter dem Fernseher stehen haben möchte, sollte so viel Technik wie möglich im TV-Gerät zur Verfügung haben oder nachrüsten können. Neben dem genannten Dekoder, können einige Fernseher auch analoge und/oder digitale Satellitenreceiver sowie Receiver für digitalen terrestrischen Empfang (DVB-T) im Gehäuse aufnehmen (Mehr Informationen zum Digitalfernsehen weiter unten). Diese lassen sich wie eine Steckkarte für den PC später ins Gehäuse integrieren. Zurzeit gibt es nur sehr wenige Modelle, die darüber hinaus noch eine Festplatte aufnehmen können und somit gleichzeitig zum digitalen Videorekorder mutieren, der zeitversetztes Fernsehen ermöglicht (Timeshift).
Anschlüsse Entscheidend für den Betrieb von externen Geräten wie Videorekorder, DVD-Player oder -Brenner, Satellitenreceiver und auch Spielkonsole, ist eine ausreichende Zahl Anschlüsse. Lange hatte hier die Scart-Buchse die Hoheit inne und auch heute noch sind zahlreiche entsprechende Anschlüsse wichtig. Zunehmende Bedeutung gewinnt aber die digitale Konkurrenz HDMI (High Definition Multimedia Interface). Über diese lassen sich Bild und Ton digital und ohne Qualitätsverlust übertragen. Folge: Bild und Ton werden deutlich besser. Einige Geräte können den übertragenen Ton aber heute noch nicht verarbeiten. In solch einem Fall ist eine separate Übertragung nötig.
Digital in die Zukunft
Die HDMI-Schnittstelle beherrscht zudem das moderne Kopierschutzverfahren HDCP (High-bandwidth Digital Content Protection), das europäischer Standard für hochaufgelöstes Fernsehen nach HDTV werden soll und das Kopieren von hochaufgelösten Übertragungen unterbinden kann. Moderne TV-Geräte sollten diesen Anschluss integriert haben.
Eine mögliche Alternative wäre auch der vom PC bekannte DVI-Port, den es in zwei Ausführungen gibt: als DVI-I und DVI-D. Die I-Variante beherrscht analoge und digitale Signale, die D-Versionen nur digitale. Per Adapter lassen sich DVI-I-Stecker an DVI-D-Buchsen ankoppeln. Umgekehrt funktioniert das nicht. Wie HDMI kann auch DVI den Kopierschutz verarbeiten. Allerdings ist nicht jeder DVI-Eingang dazu in der Lage. Ein Blick in die technischen Daten sollte deshalb in jedem Fall erfolgen. Ist lediglich ein DVI-Eingang vorhanden, lässt sich ein HDMI-Kabel mittels Adapter anschließen. Wenn möglich, sollte man stets alle Geräte per digitaler Schnittstellen miteinander verbinden, denn darüber wird man mit einem weit besseren Bild belohnt.
Genügend Anschlüsse
Lassen sich nicht alle verfügbaren Geräte gleichzeitig am TV-Gerät betreiben, kommt beim Steckerwechsel schnell Frust auf, oder man muss zusätzlich in eine externe Anschlusserweiterung investieren. Häufig bieten aber auch Videorekorder und Co. weitere Anschlüsse, so dass man immerhin eine Kette bilden und das lästige An- und Abstöpseln vermeiden kann. Sollte also der Wunschfernseher nicht genügend Kontakte haben, kontrollieren Sie Ihre Peripheriegeräte. Ein anderer möglicher Ausweg ist der Einsatz eines Umschalters, an den sich mehrere Scart- oder HDMI-Stecker anschließen lassen.
Neben ausreichend Scart- und HDMI-Buchsen, darf aber auch ein Videoeingang für den Anschluss einer Videokamera nicht fehlen. Idealerweise handelt es sich dabei um eine so genannte YUV-Verbindung. Sie verspricht gute analoge Bilder. Man erkennt Anschlüsse und Cinch-Stecker an den Farben Rot, Grün und Blau. Eine Stufe schlechter arbeitet der S-Videoeingang, der ein besseres Bild bietet als die einfache FBAS-Variante, die sie am gelben Cinch-Stecker erkennen. Letzterer sollte aber dennoch vorhanden sein, denn über ihn kann der Fernseher Kontakt zu einer Digitalkamera mit entsprechendem TV-Ausgang aufnehmen und so eine Diashow direkt von der Kamera wiedergeben. Ebenso wenig dürfen Audioein- und -ausgänge fehlen, um Ton von der Videokamera aufzunehmen oder Fernsehton an die Surround-Anlage abzugeben.
Komfortanschlüsse
Auch ein Kopfhörerausgang darf nicht fehlen, damit man auch dann noch fernsehen kann, wenn andere nicht gestört werden sollen. Sollte man vergeblich nach einem VGA-Anschluss für den PC suchen, kann man als Ausweg diesem eine Grafikkarte mit TV-Ausgang spendieren. Dann klappt die Verbindung.
Alle, die häufig eine Video- oder Digitalkamera anschließen, sollten darauf achten, dass sich die entsprechenden Anschlüsse vorne am Gerät oder leicht zugänglich an der Seite befinden. Denn sonst wird die Verkabelung jedes Mal recht mühsam. Möchte man einen Flachbildfernseher an die Wand hängen, dürfen auf der Rückseite keine Anschlüsse sein, da man diese nicht mehr erreichen könnte. Diese sollten möglichst an der Seite aber versteckt hinter dem Rahmen liegen.
Netzwerkanschluss
Manche Fernseher besitzen inzwischen gar einen Netzwerkanschluss. Dieser ist entweder kabelgebunden nach Ethernet-Standard oder kabellos nach WLAN-Standard. Darüber können sie Videos, Musik, Fotos und anderes vom PC empfangen. Um die Daten auch anzeigen und abspielen zu können, ist eine entsprechende Streaming-Hardware Vorraussetzung. Mitunter gestatten die Geräte auch, E-Mails anzuzeigen oder Webseiten aufzurufen. Um Fotos ohne Verbindung zum PC oder zur Digicam anzeigen zu können, besitzen manche Geräte gar ein integriertes Kartenlesegerät.
HDTV Bei den Fernsehsendern sind hochaufgelöste Sendungen nach HDTV-Standard noch deutlich in der Unterzahl. Jedoch werden es ständig mehr und irgendwann wird es die heute normale PAL-Auflösung nicht mehr geben. Daher ist es sinnvoll, in diese Technik zu investieren und ein TV-Gerät zu wählen, das HDTV unterstützt.
Auf die Plakette kommt es an
Man erkennt entsprechende Fernseher an unterschiedlichen Siegeln. Am weitesten verbreitet ist das HD-ready-Symbol. Es garantiert, dass der Fernseher mindestens 720 Bildzeilen darstellen kann und im 16:9-Format anzeigt. Wichtig ist hierbei: Der Fernseher muss nativ auflösen, also effektiv 720 Zeilen zur Verfügung haben, damit das Bild scharf und klar ist. Die exakte Auflösung beträgt 1280 mal 720 Pixel. Das Siegel dürfen nämlich auch Geräte tragen, die in der Lage sind, die hohe Auflösung herunterzurechnen auf weniger Zeilenzahlen. Die Folge davon wäre weniger Schärfe und kaum sichtbarer Fortschritt im Vergleich zur PAL-Auflösung.
Eine höhere Auflösung und damit mehr Details, schärfere und bessere Bilder versprechen Geräte, die die maximale HDTV-Auflösung von 1920 mal 1080 Pixel anzeigen können. Man erkennt sie am neueren FullHD-Siegel. Einen Vorteil von so hoher Auflösung hat man allerdings nur, wenn die Bildsignale entsprechend gesendet werden. Empfängt der Fernseher nur PAL-Bilder, muss er das Bild hochrechnen, um die gesamte Anzeigefläche nutzen zu können. Dabei wird das Bild jedoch etwas unschärfer. Alternative: Man betrachtet das Bild in Originalauflösung, muss dann aber breite schwarze Balken an allen vier Seiten akzeptieren.
Sehgewohnheiten
Die Entscheidung für die jeweilige Auflösung hängt von den Sehgewohnheiten und der Empfangssituation ab. Empfängt man Fernsehbilder per Antenne, analog oder digital, kommt man derzeit gar nicht in den Genuss von HDTV-Sendungen. Via Kabel klappt das schon eher. Immerhin, einige Betreiber speisen hochauflösende Sendungen ein, leider jedoch nicht alle. Wer unsicher ist, sollte zunächst seinen Anbieter befragen. Die größte Chance haben alle, die TV-Signale via Satellitenschüssel empfangen. Immer wenn ein Sender hochaufgelöst sendet, ist der Empfang sichergestellt. Sat1 und Pro7 bieten ihr Programm gar komplett in HDTV-Qualität an. Um die Bilder jedoch in vollem Format empfangen zu können, ist ein Satelliten-Receiver nötig, der ebenfalls das FullHD-Format unterstützt. Normale Receiver empfangen nur PAL-Signale.
Kann man HDTV-Signale Empfangen, sieht aber überwiegend TV-Shows und Nachrichten, bekommt man nur selten die volle HDTV-Auflösung auf den Schirm und muss mit umgerechneten Signalen leben. Selbst in diesem Fall ist es sinnvoll in ein FullHD-Gerät zu investieren und nicht in eines mit nur 720 Zeilen. Grund: Die Zeilenzahl des FullHD entspricht nahezu der doppelten von PAL, was beim Hochrechnen zu einem besseren Bild führt als bei 720p.
Blu-ray und HD-DVD
Bereits hochaufgelöste Filme und Sendungen kommen zumeist in FullHD-Auflösung, so dass entsprechende Geräte hier im Vorteil sind. Einschränkend muss man aber sagen, dass Sat1 und Pro7 häufig nur hochgerechnete Signale senden und keine native HD-Auflösung. Man bleibt somit also ein wenig hinter den Möglichkeiten zurück. Den vollen Nutzen von HDTV zieht man bei Verwendung von Blu-ray- oder HD-DVD-Technik. Auf den Scheiben sind die Filme in voller Auflösung gespeichert, so dass man knackig scharfe Bilder mit sehr vielen Details bekommt. Insgesamt ist also ein FullHD-Fernseher die beste Alternative.
720p
Ist die niedrige HDTV-Auflösung somit überflüssig? Nein! Einerseits sind entsprechende Geräte günstiger als FullHD-Geräte. Andererseits bieten sie gegenüber PAL auch ein besseres Bild, selbst wenn sie größere Schwierigkeiten beim Skalieren haben. Einen entscheidenden Vorteil können diese Fernseher aber bekommen, wenn HDTV flächendeckend PAL ablöst. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Sender dann in diesem Format statt in FullHD senden ist nämlich recht hoch. Der Grund dafür liegt darin, dass HD-Fernsehen mehr Daten erzeugt und folglich mehr Platz in den Frequenzbändern belegt. Senden alle nach HDTV-Standard, wird es zu eng. Um Platz zu sparen ist also die niedrigere Auflösung eine sehr gute Alternative.
Mindestgröße
Um jedoch überhaupt die Vorteile des hochauflösenden Fernsehens gegenüber PAL-Sendungen erkennen zu können, benötigt der Bildschirm eine gewisse Mindestdiagonale. Als Untergrenze gelten 40 Zoll. Darunter lassen sich die Unterschiede im Vergleich zu einem hochwertigen PAL-Bild nur auf den zweiten Blick ausmachen. Ein Mindestabstand ist ebenfalls nötig, doch kann dieser geringer sein als bei herkömmlichen TV-Geräten. Denn weil mehr Bildpunkte verwendet werden, fallen diese auch weniger auf, wenn man dichter vor dem Gerät sitzt. Den empfohlenen Minimalabstand kann jeder leicht errechnen, indem er die Diagonale mit zwei multipliziert. Beispiel: 40 Zoll entsprechen 1,016 Meter (40 mal 2,54 Zentimeter), die doppelte Strecke also zirka zwei Meter.
Vollbilder in 24p
Höhere Auflösung ist ein Weg, die Bildqualität zu erhöhen. Ein weiterer ist die Anzeige von Vollbildern. Damit ist nicht das Erzeugen von Vollbildern gemeint, wie es moderne Geräte mit den im Halbbildverfahren gesendeten Signalen heute machen. Vielmehr geht es darum echte Vollbilder, wie man sie fürs Kino produziert, darstellen zu können. Dort arbeitet man, anders als das Fernsehen jedoch mit 24 statt 25 Bildern pro Sekunde. Die entsprechende Technik erkennt man daher am Kürzel 24p (p für progressiv - Vollbildmodus). Da die Filme in diesem Format aufgenommen werden, kann eine Umrechnung entfallen, was der Qualität zu Gute kommt.
Um 24p nutzen zu können, muss jedoch der Zuspieler, Blu-ray- oder HD-DVD-Player, das Format unterstützen. Dies kann auf zwei Arten geschehen: Das Material ist in 24p abgespeichert und wird so an den Fernseher übertragen oder der Player rechnet auf dieses Format um. Erstere Lösung ist fürs Bild die bessere.
Nicht ohne Umrechnung
Ganz ohne Umrechnung kommt man aber noch nicht aus. Denn die TV-Geräte sind auf die 50-Hertztechnik mit Halbbildern optimiert, wie sie nach wie vor ausgestrahlt werden. Um Vollbilder mit reduzierter Bildfolge anzeigen zu können, fällt deshalb Rechenarbeit an. Glänzt das Gerät dabei, kommen tolle Bilder heraus. Macht es seine Sache nur unbefriedigend, verschlechtern sich die Bilder eher. Zum Stolperstein kann hier für einige Fernseher auch weitere, zusätzliche Rechenarbeit werden, wie sie etwa für die oben erwähnte 120-Hertztechnik anfällt. Da diese ebenfalls auf Umrechnung von 50-Hertz-Bildern basiert, können beide Rechenmethoden sich behindern, so dass Ruckelbilder entstehen. Für solch einen Fall wäre es hilfreich, die 120-Hertz-Technik deaktivieren zu können.
Extras Die Zukunft des deutschen und europäischen Fernsehens ist digital. In vielen Bundesländern ist man bereits heute auf Digitalfernsehen umgestiegen. Die übrigen Gebiete werden folgen. Im restlichen Deutschland kann man aber auch schon heute per Satellit digitales Fernsehen empfangen. Damit man digitale Fernsehsignale entschlüsseln kann, braucht man ein Zusatzgerät, eine so genannte Settop-Box. Diese wird genauso wie ein Videorekorder am Fernseher angeschlossen. Selbst alte TV-Geräte können per Settop-Box so noch einige Jahre in den Wohnzimmern flimmern.
Digitalmodul
Moderne TV-Geräte haben aber neben der analogen Empfangseinheit auch einen Digital-Tuner im Gehäuse integriert oder verfügen über die Möglichkeit, diesen als Einsteckmodul später nachrüsten zu können. Hierbei handelt es sich in der Regel um einen DVB-T-Tuner für den Empfang digitalen Fernsehens per Antenne. Nur selten findet man Tuner für digitalen Kabelempfang (DVB-C) oder gar Satelliten-Empfang (DVB-S) in den Gehäusen.
Rekorder an Bord
Manche Fernseher haben gar einen Videorekorder integriert. Sie zeichnen auf einer internen Festplatte auf, wodurch sie in der Lage sind, das Programm zeitversetzt wiederzugeben. Man kann also eine Aufnahme betrachten, die noch nicht beendet ist. Das spart zudem die Fernbedienung für einen externen Rekorder und gleichzeitig auch Platz im Regal. Nachteil allerdings: Meist ist nur die Festplatte, nicht aber ein DVD-Rekorder integriert, der für das Archivieren nötig wäre. Möchte man auf diese Funktion nicht verzichten, muss man einen externen Rekorder kaufen und doch wieder mit einer weiteren Fernbedienung, mehr Platzverbrauch im Regal sowie mehr Kabelsalat leben.
Voraussetzung für gute Bildqualität Ein Fernseher, der tolle Bilder anzeigen kann, ist nur die halbe Miete. Denn die Bildqualität ist voll und ganz von der Signalqualität abhängig. Nur wenn diese tadellos ist, kann ein Fernseher auch erstklassige Bilder anzeigen. Gibt es beispielsweise Störungen, weil die Antenne schlecht empfängt, alt ist oder nicht richtig ausgerichtet ist, hat auch ein teures TV-Gerät mit modernster Technik keine Chance. Bei schlechten Vorraussetzungen, ist dessen Bild kaum besser, als das einer günstigen Flimmerkiste.
Gute Verbindungen
Stellen Sie also sicher, dass von Empfangseinheit bis zum Fernseher eine fehlerfreie Verbindung besteht und - falls eine Antenne oder Satellitenschüssel den Empfang übernehmen - diese richtig ausgerichtet sind. Zudem sollten alle Kontakte einwandfrei sein, so dass keine Feuchtigkeit eindringen kann. Verbindungen außerhalb des Hauses sollten gut isoliert sein; Kontakte innerhalb der eignen vier Wände fest und stabil. Bei Problemen oder sichtbaren Verschmutzungen kann man mit Hilfe eines Kontakt- oder Reinigungssprays nachhelfen.
Die beste Bildqualität bekommt man in der Regel digital über Satellit. Auch das digitale Kabel bietet sehr gute Bilder. Erst an dritter Stelle kommt der digitale Antennenempfang nach DVB-T-Standard. Grund: Hier müssen die Bilder stärker gestaucht werden als bei Satellit- und Kabelempfang, da weniger Sendefrequenzen zur Verfügung stehen. Stark gestauchte Sendungen lassen sich aber leider auch bei den ersten beiden immer wieder beobachten. Dann sind kleine Klötze im Bild sichtbar. Besonders auffällig sind diese bei schnellen Kameraschwenks.
Problemfall Analogempfang
Die schlechteste Bildqualität bietet der analoge Antennenempfang. Hier ist zudem entscheidend, mit welchem Gerätetyp man die Bilder betrachtet. Moderne Flachdisplays haben bei analogen Signalen sichtbar mehr Probleme als Röhrenfernseher. Auf ihnen sehen analoge Bilder deutlich besser aus. Wer die Möglichkeit hat, auf digitales Fernsehen umzusteigen, sollte diese nutzen und dabei möglichst auf Satellit oder Kabel setzen. Die Bildqualität wird immer besser sein als bei analogem Empfang. Die Unterschiede sind selbst auf alten Röhren-TVs auf den ersten Blick sichtbar.
Übrigens, schlechte Bilder müssen nicht immer an schlechten Verbindungen oder einer minderwertigen Signalquelle liegen. Oft sind einfach nur die Werkseinstellungen für Farbe, Kontrast, Schärfe etc. Schuld. Meist sind die Einstellungen nicht optimal, so dass reichlich Spiel bleibt, die Bildqualität per Fernbedienung zu optimieren.