MP3 Player

Musik für die Jackentasche

Zu den MP3 Playern MP3-Player gehören längst zum Alltag. Kein Wunder: Sie sind klein, leicht und robust. Die Minis passen in jede Tasche und lassen sich auch problemlos mit auf eine Joggingrunde nehmen.

Wer heute unterwegs seinen Lieblingsliedern lauschen möchte, kann schon ab 10 Euro Einstiegsgeräte bekommen. Unterschiedliche Lösungen stehen dabei zur Auswahl: Angefangen von wirklich kleinen Playern, die kaum größer sind als eine Streichholzschachtel über etwas größere Versionen mit eingebauter Festplatte bis hin zum tragbaren CD-Walkman, der mit dem Computer gebrannte MP3-CDs abspielen kann.

Auch in Wohnzimmer und Auto kann man MP3s lauschen. Kurz: Wer heute MP3s nicht nur am PC abspielen möchte, hat die Qual der Wahl zwischen diversen Abspielgeräten. In den folgenden Kapiteln möchten wir Ihnen deshalb die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Möglichkeiten präsentieren, damit Ihnen die Wahl des richtigen Gerätes leichter fällt. (pr)

Kleinstgeräte mit Speicherchips

Zu den MP3 Playern Die ersten MP3-Player waren kaum größer als ein Kartenspiel. Viele aktuelle Modelle sind heute sogar deutlich kleiner. Sie haben etwa die Größe einer Streichholzschachtel oder eines Lippenstifts und finden selbst in kleinsten Hemdtaschen Platz. Möglich macht das kleiner Flash-Speicher oder der Einsatz von Speicherkarten, die meist kleiner als Briefmarken sind, aber Platz für viele Stunden Musik bieten. Kommen Speicherkarten zum Einsatz, entweder als einziger Speicher oder als Erweiterungsmöglichkeit, sind es meist die kleine SD-Karte oder deren winzige Schwester, die MicroSD-Karte.

Die Vorteile dieser Playergattung sind ganz klar die geringe Größe und das niedrige Gewicht. Außerdem sind sie vor Erschütterungen gefeit. Kein noch so harter Joggingparcours kann solch einen MP3-Player zum Stottern oder Hüpfen bringen. Hinzu kommt der relativ niedrige Einstiegspreis bei der Anschaffung. Besonders günstig sind Modelle ohne eigenen Speicher, die es schon für wenige Euros gibt. Allerdings scheint der Preis nur auf den ersten Blick günstig zu sein, denn um den Player nutzen zu können, muss man eine passende Speicherkarte kaufen. Relativ teuer können Geräte werden, die sehr viel Speicherplatz bieten. Dann nähern sie sich preislich Geräten mit integrierter Festplatte an.

Im Vergleich zu Modellen mit Festplatte ist die mögliche Gesamtspielzeit geringer, da die verfügbaren Speicherkarten eine natürliche Grenze nach oben setzen. Immerhin: Mit mehreren Chips verlängert sich auch die Spielzeit. Beachten Sie beim Nachkauf jedoch, dass sich nicht immer alle Speicherkarten in den Geräten betreiben lassen, obwohl sie in den Steckplatz passen würden. Oft ist die maximal nutzbare Größe eines Speicherchips im Betriebssystem - der Firmware - eines Players vorgegeben. Ist dort beispielsweise ein Gigabyte als Limit festgesetzt, lässt sich ein Zwei-Gigabyte-Chip gar nicht oder nur eingeschränkt nutzen, nämlich nur zur Hälfte. Das zweite Gigabyte würde der Player schlichtweg ignorieren. Abhilfe könnte hier ein Firmware-Update schaffen, falls der Hersteller des Musikspielers so etwas anbietet.

Player mit Festplatte

Zu den MP3 Playern Etwas voluminöser in den Abmessungen aber deutlich größer im Fassungsvermögen sind MP3-Player mit eingebauter Festplatte. Sie speichern tausende Musikstücke, oft gar die komplette Musiksammlung. So hat man stets seinen ganzen Musikschrank in der Jackentasche und muss sich nicht ärgern, just ein bestimmtes Stück vergessen zu haben.

Kompakt und potent

Gleichzeitig sind die Player klein und handlich. Kaum größer als eine Schachtel Zigaretten bewegen sich ihre Gehäusemaße etwa zwischen denen kleiner MP3-Player und einem Mobiltelefon. Meist sind sie jedoch ein wenig schwerer als Spieler mit Flash-Speicher.

Gut ausgestattete Versionen verfügen über die Möglichkeit, Speicherchips von Digitalkameras einzulesen und deren Inhalt auf der Festplatte zwischen zu lagern, besonders praktisch für Digitalfotografen. Obendrein kann man die gespeicherten Bilder dann auch noch auf einem kleinen Display oder mit Hilfe eines Videokabels am Fernseher betrachten.

Multimediaplayer

Einen Schritt weiter gehen Multimediaplayer, die auch Videos in Spielfilmlänge anzeigen können. Etwa selbst gedrehte oder aus dem Internet geladenen Filme.

Bei den großen Datenmengen sollte man aber unbedingt auf eine schnelle Schnittstelle für die Datenübertragung achten. Ein herkömmlicher USB-Anschluss wird schnell zum Flaschenhals. Besser ist es, wenn der Player eine schnelle USB 2.0- oder eine Firewire-Schnittstelle besitzt, besonders wenn man häufig mehrere CDs auf einmal kopieren möchte.

Nachteile

Nachteile haben diese Player kaum, abgesehen davon, dass die Festplatte keine wirklich heftigen Stöße verträgt. Aussetzer muss man beim Hören aber nicht befürchten, da die Geräte über ausreichend großen Zwischenspeicher verfügen. Allerdings sind Festplattenplayer aufgrund der höheren Kapazität, schnellerer Schnittstellen und Zusatzfunktionen wie Bildspeicherung etwas teurer als andere Abspielgeräte.

Unterschiede gibt es zuweilen recht deutliche bei der Ausdauer der Spielzeit. Modelle mit fest eingebautem Akku sind hier solchen, die auf Batterien setzen, auf jeden Fall überlegen. Doch auch hier variiert die Zeit zwischen den Ladezyklen etwa zwischen 14 und 24 Stunden ununterbrochenen Musikhörens. Nachteil integrierter Akkus: Sie lassen sich nicht oder nur schwer austauschen, wenn es Probleme gibt.

Tragbare CD-Player mit MP3-Funktion

Zu den MP3 Playern Eine mögliche Alternative für alle, die auch unterwegs oder zuhause CDs abspielen können wollen, sind CD-Walkman mit MP3-Fähigkeit. Mit ihnen schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe. Einerseits kann man Musik-CDs abspielen ohne die Titel zuvor auf dem PC ins MP3-Format konvertieren und danach in den Player übertragen zu müssen und andererseits kann man die Titel, die sowieso im MP3-Format vorliegen, auf CD brennen und ebenfalls unterwegs genießen.

Normale Erschütterungen sind für diese Player auch längst kein Problem mehr. Sie besitzen einen Zwischenspeicher, in den meist zwanzig Sekunden bis eine Minute des laufenden Titels bei Audio-CDs und bis zu zehn Minuten für MP3-Stücke gespeichert werden. Verhaspelt sich der Laser, merkt man davon nichts. Somit kann man auch sie guten Gewissens mit sich herumtragen. Für eine Joggingrunde sind sie aber wegen ihrer Größe weniger gut geeignet.

Vorteile

Zu den Vorteilen eines tragbaren CD-Players zählt neben der Abspielmöglichkeit für MP3- und Audio-CDs auch der Einstiegspreis; ab 30 Euro sind bereits viele Geräte zu haben. Die maximale Spielzeit ist somit ausreichend für eine lange Zugfahrt. So passen auf einen 700 Megabyte großen Rohling etwa zwölf Stunden Musik in guter Qualität. Für mehr Musik werden lediglich wenige Cents für einen neuen Rohling fällig. Weiterer Vorteil: Die Player lassen sich auch stationär als CD-Player an der Hifi-Anlage betreiben.

Einige Geräte besitzen gar einen Speicherkartensteckplatz und können per Knopfdruck die Musik einer eingelegten CD ins MP3-Format umwandeln und auf den Speicherchip kopieren. Das erspart den Umweg über den PC. Zudem können sie auch Musik von der Speicherkarte wiedergeben, was die maximale Spielzeit erhöht.

Nachteile

Nachteile gibt es nur wenige. Die Geräte sind etwas größer als die übrigen hier vorgestellten Player und somit nicht so einfach zu verstauen wie diese. Auch der maximale Speicher ist nicht allzu üppig. Die Erweiterung durch weitere CD-Rohlinge ist zwar günstig, bedeutet aber auch mehr Gepäck unterwegs. Manch einer mag auch noch das Argument ins Feld führen, dass tragbare CD-Player nicht so kultig wirken, was aber mit der Leistung der Geräte nichts zu tun hat.

Stationär zu Hause

Zu den MP3 Playern Ob für die endlose Dauerbeschallung bei der Party, oder weil man zu faul ist, zum CD-Wechseln aus dem Sofa aufzustehen, man kann MP3s auch über die Hifi-Anlage oder eine HomeCinema-Anlage hören. Voraussetzung dafür ist entweder ein zuvor angesprochener tragbarer CD-Spieler oder ein DVD-Player, der auch selbst gebrannte CDs abspielen kann. Moderne Spieler beherrschen dies in der Regel. Sie spielen neben DVDs, selbst erstellte Video-CDs und eben auch MP3-CDs ab. Extra bezahlen muss man dafür nicht, denn die günstigsten Alleskönner sind schon für unter 50 Euro zu haben. Wer noch keinen DVD-Player hat und MP3s über die Musikanlage hören möchte, sollte also Ausschau nach entsprechenden Spielern halten.

CD-Player

Auch reine CD-Player sind heute mehr und mehr in der Lage MP3 wiederzugeben. Wer noch auf solch einen Player setzen möchte, sollte bei der Auswahl darauf achten. Moderner sind Audio-CD-Brenner mit integrierter Festplatte, hierzu zählen auch DVD-Brenner mit integrierter Festplatte, die man als digitalen Videorekorder einsetzen kann. Denn auch diese Geräte können in der Regel Audio-CDs brennen. Mit Ihnen lassen sich MP3-CDs abspielen. Besitzen sie einen Speicherkartensteckplatz, ist mitunter gar die Wiedergabe darüber möglich.

Allrounder mit Festplatte

Einen besonderen Vorteil hat die Festplatte. Auf sie lassen sich tausende MP3-Stücke kopieren, entweder von CD, von einer Speicherkarte oder direkt vom PC, wenn der Rekorder über einen entsprechenden Anschluss verfügt. Gibt es einen USB-Anschluss, kann man einen MP3-Player anschließen und die Daten hin- und herkopieren. Die Festplatte ist sogar ideal, wenn Sie alte Vinyl-Schallplatten auf CD kopieren wollen. Speichern Sie dort die Musik der schwarzen Scheiben und brennen Sie diese anschließend einfach auf CD. Besonders potente Geräte können sogar drahtlos Kontakt zu weiteren Abspielgeräten aufnehmen und die Musik in andere Zimmer übertragen (streamen).

Einfacher Anschluss

Übrigens, mit einem Audiokabel mit Klinkenstecker an einem und Cinchsteckern (rot und weiß) am anderen Ende, können Sie jeden tragbaren MP3-Player auch an die HiFi-Anlage anschließen. Den Klinkenstecker verbinden Sie mit dem Kopfhörerausgang des Players und die Cinchstecker mit einem freien Eingang am Verstärker. Nur auf eine komfortable Fernbedienung müssen Sie verzichten. Für einige Player gibt es auch Dockingstationen, die direkten Kontakt mit der Hifi-Anlage aufnehmen. Hier wird eine Verkabelung des Players unnötig: Man muss den Spieler nur in die Station stellen und schon hat man Zugriff dessen gesamten Inhalt, oft sogar mit einer Fernbedienung. Gleichzeitig laden die Stationen meist den Akku des Players auf. Sehr praktisch!

Tipp: Zuhause MP3-Musik hören geht auch ohne Hifi-Anlage und PC. Viele Radiorekorder sind ebenfalls in der Lage die komprimierten Musikdaten wiederzugeben. Das garantiert stundenlangen Musikgenuss auch in der Küche, dem Hobbyraum oder im Ferienhaus.

Zu den MP3 Playern Mehr und mehr Autoradios haben inzwischen die Fähigkeit erhalten MP3s abzuspielen. Meist geschieht das dadurch, dass die integrierten CD-Laufwerke entsprechend ausgerüstet sind. Mit ihnen kann man, wie mit einem oben beschriebenen CD-Walkman, mehrere Stunden am Stück Musik hören, ohne die CD wechseln zu müssen. Wer es noch länger möchte, kann einen CD-Wechsler einsetzen, der ebenfalls MP3-fähig ist.

Noch längeren Musikgenuss versprechen spezielle Festplatten, die sich an ein Autoradio anschließen lassen. Man legt sie entweder ins Handschuhfach, unter den Sitz oder in den Kofferraum. Zuhause lässt sich die Platte leicht an einen PC anschließen und mit Musikdateien füttern.

MP3-Player anschließen

Es gibt auch Anschlusskits für MP3-Player, die fest an das Radio angeschlossen werden und an die man dann einen mobilen MP3-Player anschließen kann. Die Verbindung geht meist über die Rückseite des Autoradios, so dass man besser einen Fachmann für den Anschluss beauftragt. Komfortabler ist ein USB-Steckplatz an der Front des Autoradios. Hier lässt sich, je nach Radio, entweder ein mit Musik betankter USB-Stick oder ein MP3-Player per entsprechendem Kabel anschließen.

Eine weitere Möglichkeit, MP3s im Auto hören zu können, bietet ein Adapter, der mit dem Kopfhörerausgang des mobilen MP3-Players verbunden wird. Am anderen Ende befindet sich ein Adapter in Kassettenform, den man in das Autoradio steckt. Dieses hält den Adapter für eine Musikkassette und spielt klaglos die Sounds des MP3-Players ab. Diese Möglichkeit bleibt leider allen verschlossen, deren Autoradio nur noch CDs abspielen kann.

Eine Alternative bieten Funkübertrager (FM-Transmitter). Sie schicken die Musik kabellos an das Radio, indem sie eine freie Radiofrequenz verwenden. Der Transmitter sollte möglichst dicht bei der Autoantenne platziert sein und idealerweise den benötigten Strom über den 12-Volt-Anschluss beziehen. Denn Sender, die mit Batterie arbeiten, senden mit abnehmender Batterieladung ein schwächeres Signal, was zu lästigen Tonproblemen führen kann.

MP3-Player im Handy

Zu den MP3 Playern MP3s durchdringen den Alltag. So bieten auch moderne Handys die Möglichkeit, Songs zu speichern und abzuspielen. Der interne Speicher der Mobiltelefone ist oft noch recht begrenzt, doch über einen Speicherkartensteckplatz lässt sich das Fassungsvermögen häufig deutlich erhöhen.

Großer Vorteil dieser Lösung ist die Reduzierung der Geräte, die man mit sich herumtragen und um deren Batteriezustand man sich kümmern muss. Das Mobiltelefon hat man fast immer dabei und damit auch dem Musikspieler. Toller Nebeneffekt: Man verpasst keinen Anruf mehr, weil man das Klingeln überhört. Lässt sich die Kopfhörerverbindung auch als Freisprechanlage nutzen, kann man das Gespräch unkompliziert annehmen.

Manche Netzgesellschaften bieten zudem die Möglichkeit, Musik unterwegs zu kaufen und direkt in das Telefon zu überspielen. Das setzt jedoch eine schnelle Verbindung voraus, damit man nicht zu lange warten muss. Ganz billig ist dieser Service aber meist nicht. Neben den Kosten für den Download muss man auch noch für die Musik bezahlen. Aufgrund der Verbindungsbeschränkungen und der Kosten, ist dieser Service aber nicht für den Download großer Musiksammlungen geeignet. Günstiger und schneller ist das Kopieren vom PC. Das geschieht entweder direkt in das Telefon, das man mit einem USB-Kabel an den PC anschließt, oder mit Hilfe einer Speicherkarte.

Spezialisten oder Gimmick

Zu den MP3 Playern Den Einsatz eines MP3-Players im Handy mögen viele noch praktisch finden, doch bei manchen Gegenständen scheiden sich die Geister. So findet man etwa Sonnenbrillen, in deren Bügel Player integriert sind. Auch Kugelschreiber, Ohrringe und Halsketten werden um die Musikabspielbarkeit erweitert. Und wer selbst unter Wasser auf seine Lieblingssongs nicht verzichten kann, findet gar eine Taucherbrille mit wasserdicht verbautem Player.

Der gute Ton

Zu den MP3 Playern Mobile MP3-Player, ganz gleich welcher Preisklasse, haben meist ein- und dasselbe Problem: die Kopfhörer. Um Geld zu sparen legen die meisten Hersteller den Geräten nur minderwertige Kopfhörer bei. Hier sparen sie eindeutig am falschen Ende. Denn minderwertige Hörer lassen den Eindruck erscheinen, die Player selbst hätten Klangprobleme, was sehr oft aber gar nicht der Fall ist.

Mit guten Kopfhörern lässt sich das Klangerlebnis fast jedes MP3-Players verbessern, mitunter sogar dramatisch. Diese müssen dazu gar nicht mal teuer sein. Oft steigern schon Stöpsel von einem Markenhersteller für 20 Euro den Klang spürbar. Wer mehr investiert, wird meist auch mit noch besserem Klang belohnt. Daher gilt: Möchte man einen mobilen Player kaufen, sollte man überlegen, ob man nicht gleich gute Kopfhörer mitbestellt.

Wer das nicht möchte oder nicht getan hat, kann den Ton des Players möglicherweise mit einer Equalizer-Funktion verbessern. Damit lassen sich Tonhöhen und -intensitäten gezielt verändern und der Klang dadurch eventuell ein wenig aufpeppen. Fehlt so eine Funktion, stellt der Player vielleicht einige Voreinstellungen bereit (engl. Presets), die den Klang je nach gespielter Musikrichtung optimieren.

Extras

Zu den MP3 Playern Wer mehr als nur Musik hören möchte, aber nicht gleich zum Multimediaplayer greifen will, findet auch unter den MP3-Playern Geräte mit interessanten Zusatzfunktionen. Dazu zählen etwa die weiter oben schon angesprochenen Funktionen, Bilder und kurze Videos anzuzeigen oder als Zwischenspeicher für Fotos von der Digitalkamera zu dienen. Einige Geräte können sogar kurze, einfache Textdokumente, etwa einen Einkaufszettel, anzeigen.

Farbdisplay

Extras wie Bild- und Videoanzeige setzen ein Farbdisplay voraus, das entsprechende Geräte von Haus aus mitbringen. Dabei ist aber zu beachten, dass diese mehr Strom verbrauchen als zweifarbige Anzeigen. Relativ genügsam sind moderne OLED-Displays (Organic Light-Emitting Diode). Sie benötigen deutlich weniger Energie als die weit verbreiteten kleinen TFT-Anzeigen. Darüber hinaus sind sie leuchtstärker, dünner und auch leichter.

Mikrofon

Manche Player besitzen ein kleines integriertes Mikrofon und lassen sich damit als Diktiergerät verwenden oder zum Aufsprechen kurzer Memos als Gedankenstütze benutzen. Schön ist auch eine Aufnahmefunktion, die es ermöglicht unterwegs Musik aufzuzeichnen, etwa von einer HiFi-Anlage. Dazu ist ein kleines Kabel nötig, dass zum Lieferumfang gehören sollte und das man selbstredend unterwegs dabei haben sollte. Übrigens, so aufgezeichnete Musik hat eine deutlich höhere Qualität als wenn man Ton über ein eingebautes Mikrofon mitschneidet.

Radio

Möchte man unterwegs nicht auf Nachrichten verzichten oder ab und zu seinem Lieblingssender lauschen, sollte man auf ein integriertes Radio achten. Doch darf man hier nicht die gleiche Tonqualität wie von seinen MP3-Dateien erwarten. Denn die Geräte verfügen meist nur über mäßige Empfangseigenschaften, fast immer übernehmen die Kopfhörerkabel den Job einer Antenne.

Regelmäßige Radiohörer sollten Wert auf eine Speicherfunktion mit Kurzwahlmöglichkeit für Sender legen, damit sie nicht stets den Äther neu absuchen müssen. Praktisch für Vielhörer ist auch eine Aufzeichnungsfunktion, mit der sich das Radioprogramm mitschneiden und im Player abspeichern lässt.

Formate und Kopierschutz

Zu den MP3 Playern Im normalen Sprachgebrauch nennt man alle Geräte MP3-Player, doch können die meisten von ihnen auch Musik in anderen Formaten abspielen. Gerade wenn man seine Musik bei Online-Stores wie etwa iTunes oder Musicload kauft, ist die geladene Musik nicht im MP3-Format gespeichert. Apple verwendet für iTunes beispielsweise das Format, AAC (Advanced Audio Coding). In anderen Shops trifft man häufig auf das Windows-Format WMA (Windows Media Audio).

Je nach Downloadshop werden die jeweiligen Formate aber noch um einen Kopierschutzmechanismus ergänzt. Bei iTunes heißt dieser Fairplay; ihn können nur Apples iPods lesen. In anderen Shops setzt man auf das Digital Rights Management (DRM) von Windows, das in WMA-Dateien eingearbeitet wird.

Player bestimmt Download-Portal

Das bedeutet, dass man durch die Auswahl des MP3-Players bereits die Möglichkeit des künftigen Online-Einkaufs von Musik einschränkt. Möchte man bei iTunes einkaufen, kommt man nicht an einem iPod vorbei. Möchte man woanders einkaufen, darf es demgegenüber kein iPod sein. Doch jeder andere MP3-Player eignet sich nicht automatisch, selbst wenn er WMA-Dateien abspielen kann. Denn er muss ausdrücklich in der Lage sein, kopiergeschützte WMA-Dateien abspielen zu können. Dies sollte man vor dem Kauf unbedingt kontrollieren.

Neben MP3, AAC und WMA existieren noch weitere Formate, wie etwa Ogg oder FLAC (Free Lossless Audio Codec), die ebenfalls gute Klang- und Kompressionseigenschaften besitzen, aber nur eine untergeordnete Rolle spielen.

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