Nicht immer kann oder will man Musik über Lautsprecher hören. Unterwegs ist es meist praktischer einen Kopfhörer zu benutzen. Doch auch zuhause gibt es genügend Gründe, zu einem Kopfhörer zu greifen. Zum Beispiel, wenn man Mitbewohner nicht stören, spät abends noch laut Musik hören oder Kinosound am Fernseher geniessen möchte.
Studiotechniker, Diskjockeys und Musiker sind wiederum oft auf Kopfhörer angewiesen und können gar nicht auf Lautsprecher ausweichen. Sie haben zudem ganz andere Ansprüche an die Geräte als Privatanwender.
Riesiges Angebot
Kopfhörer gibt es für jedes Anwendungsgebiet. Jedoch ist bei der Größe des Angebots nicht immer sofort erkennbar, wofür sich welches Modell am besten eignet. Denn nicht nur Preis und Größe unterscheiden die Kopfhörer. So finden unterschiedliche Techniken Verwendung, die je nach Einsatzgebiet typische Vor- und Nachteile haben.
Da ist es nicht leicht, Übersicht zu bekommen. Auch der Preis hilft nicht immer als Entscheidungshilfe. Zwar reicht die Spanne von etwa zwei Euro bis weit über tausend Euro, doch gibt es in jedem Preissegment eine Vielzahl von Modellen.
Um Ihnen die Auswahl zu erleichtern, erklären wir in den folgenden Kapiteln die Unterschiede der jeweiligen Technik und sagen, für welche Anwendung sich welches System am besten eignet. (pr)
Unterschiedliche Ausführungen
Die erste Hilfe beim Aussieben der Modelle gibt der Einsatzzweck. So sind kleine Stöpsel eher für unterwegs, für die Bahn, zum Spaziergang oder zum Joggen geeignet. Sie sind klein und leicht zu verstauen. Für entspannten Hifi-Genuss im Sessel sind sie weniger zu gebrauchen. Dazu ist der Tragekomfort zu gering und der Klang im Vergleich zu einem ausgewachsenen Modell nicht gut genug.
Stöpsel im Ohr
Für die kleinen Stöpsel verwendet man häufig den Begriff "In-ear", also "im Ohr". Allerdings steckt man zwei unterschiedliche Varianten in diese Schublade, beziehungsweise in die Ohren. Zum einen die weit verbreiteten kleinen runden Hörer, die in der Ohrmuschel liegen. Zum anderen solche, die tiefer im Ohr stecken, nämlich in den Gehörgang eingeführt werden.
Letztere sind besonders gewöhnungsbedürftig, da sie sich dadurch fixieren, dass sie den Gehörgang ein wenig weiten. Dafür verrutschen sie nicht oder fallen auch nicht bei ruckartigen Bewegungen heraus. Sie sind somit gut fürs Joggen oder fürs Fitnessstudio geeignet.
Alternative mit Bügel
Eine Alternative zu den Stöpseln, sind einfache Kopfhörer mit einem Bügel, der sich zusammenfalten lässt. Sie nehmen ebenfalls recht wenig Platz weg und werden meist bei Nichtbenutzung in einer Box, ähnlich einem Brillenetui, aufbewahrt. Die Hörmuscheln liegen nur auf den Ohren auf und dringen nicht in den Gehörgang ein. Einen Mix aus beiden bieten Bügelkopfhörer mit Ohrstöpseln. Sie fixieren den Kopfhörer stabil am Kopf und geben extra starken Halt.
Fürs Wohnzimmer eignen sich jedoch eher solche Modelle mit größeren Ohrkapseln, die locker aufliegen oder das Ohr komplett umschließen. Sie verfügen über eine größere Membran und können dadurch einen besseren Klang entwickeln. Zudem ist der Tragekomfort deutlich höher, so dass man sie auch mehrere Stunden tragen kann.
Studio-Kopfhörer
Man unterscheidet zwischen Hifi- und Studio-Kopfhörern. Dabei bedeutet "Studio" nicht automatisch bester, sondern vielmehr unveränderter Klang. Ein Hifi-Kopfhörer soll die Musik gut, angenehm und warm klingen lassen, möglichst auch dann, wenn die Qualität der Musik nicht sehr gut ist.
Studiokopfhörer sollen das gerade nicht. Sie sollen die Musik exakt so darstellen wie sie ist, damit sie auf diese Weise Fehler und schlechtes Abmixen schonungslos aufdecken können. Diese Kopfhörer sind wirklich für den Einsatz in einem Tonstudio optimiert. So macht denn auch für diese Geräte eine Equalizer-Funktion zum Verändern des Tons keinen Sinn, was für die Hifi-Versionen jedoch ein lohnendes Plus sein kann.
Immer beliebter werden Kopfhörer, die Raumklang erzeugen, beziehungsweise wiedergeben können. Mit ihnen holt man sich den Kinosound direkt in den Kopf. Jedoch meist auch nur das. Wer ebenfalls Musik in Top-Qualität hören möchte, ist mit Raumklangmodellen häufig nicht so gut bedient. Hier muss man entweder mit Kompromissen leben oder gleich zwei Kopfhörer anschaffen.
Bei Raumklangmodellen kommen unterschiedliche Klangtechniken zum Einsatz. Meist setzt man auf Dolby Digital oder Dolby Pro Logic II. Das sind auch zugleich die wichtigsten Techniken, die der Kopfhörer beherrschen sollte. Mehr Informationen zu Raumklangtechniken finden Sie in der Kaufberatung AV-Receiver.
Dolby Headphone
Häufig kommt auch Dolby Headphone zum Einsatz. Diese Technik ist speziell für den Einsatz in Kopfhörern entwickelt und soll eine ideale räumliche Abbildung im Kopf schaffen. Dolby Headphone kann unterschiedliche Szenarien simulieren. Das Spektrum reicht von kleinen Zimmern bis zu riesigen Kinosälen.
Besonderer Vorteil von Dolby Headphone: Jeder Kopfhörer kann diesen Raumklang wiedergeben. Somit auch jeder Hifi-Kopfhörer, was die Anschaffung eines Extrahörers überflüssig macht. Vorraussetzung ist jedoch, dass die Quelle (Fernseher, Verstärker, AV-Receiver) das Signal entsprechend aufbereiten kann.
Offene Kopfhörer
Neben dem Einsatzzweck spielt auch die Gattung eine große Rolle. Man unterscheidet hier zwischen offenen und geschlossenen Kopfhörern. Einen Kompromiss aus beiden sollen halboffene Geräte bieten.
Offene Systeme charakterisieren sich dadurch, dass die Ohren nicht komplett abgeschirmt sind. Die Kopfhörer sind nach außen offen, so dass noch Geräusche hindurchdringen können; und zwar in beide Richtungen. So können Personen in der unmittelbaren Umgebung ebenfalls hören, was der Kopfhörer wiedergibt. Der Träger selbst kann genauso noch Geräusche wahrnehmen, was gut (klingelndes Telefon) oder auch störend sein kann.
Durch die offene Bauweise wird nicht so viel Material benötigt, wodurch diese Kopfhörer in der Regel leichter als geschlossene Versionen sind. Dadurch sind sie auch nach mehreren Stunden noch angenehm zu tragen. Die offene Bauweise entspricht dabei eher dem natürlichen Hören, hat jedoch durch die eng am Ohr anliegenden Schallmembranen den Nachteil, dass sich die Schwallwellen nicht optimal ausbreiten können.
Mehr Platz zum Ausbreiten haben die Schallwellen demgegenüber bei geschlossenen Kopfhörern, da hier die Ohrkapseln größer sind. Dafür schirmen Sie den Hörer komplett von der Außenwelt ab. Es dringen keine Geräusche hinein und auch nicht hinaus. Damit ist dieser Typ ideal für den Einsatz im Tonstudio, wo keine Nebengeräusche auf die Aufnahme gelangen dürfen. Auch Diskjockeys, die in lauter Umgebung arbeiten, profitieren davon.
Kennzeichnend für geschlossene Kopfhörer ist die bessere Basswiedergabe, da der Schalldruck nicht nach außen entweichen kann. Allerdings kann das Mitschwingen der Schale zu Resonanzproblemen führen, was zu einem unpräzisen Bass oder, im schlimmsten Fall, zu Brummen führt.
Das Ohr wird von geschlossenen Hörern meist komplett umschlossen und die Hörmuschel vom Bügel relativ fest an den Kopf gepresst, was nach längerem Tragen unbequem wird. Hinzu kommt das höhere Gewicht geschlossener Muscheln. Weiterhin nachteilig ist der Umstand, dass keine Wärme entweichen kann, die Ohren mit der Zeit heiß werden und mitunter anfangen zu schwitzen.
Halboffene Kopfhörer
Einen Kompromiss versucht man mit einem Zwitter zu schließen. Bei diesem System werden die Ohren ebenfalls komplett umschlossen, jedoch nicht schalldicht von der Außenwelt abgeschirmt. Tiefe Frequenzen werden nach außen durchgelassen, hohe jedoch nicht. Dadurch werden tiefe Töne naturgetreuer wiedergegeben als bei geschlossenen Systemen.
Wie bei einem offenen System kann also auch hier die Umgebung mithören und es können Störgeräusche von Außen an die Ohren gelangen. Durch die größeren Ohrmuscheln, die jedoch weniger Gewicht als bei geschlossenen Systemen haben, ergibt sich ein angenehmes Tragegefühl, das auch stundenlanges Benutzen möglich macht. Halboffene Kopfhörer sind deshalb sehr populär für Musik hören in den eigenen vier Wänden.
Tragekomfort
Auf den Tragekomfort hat die Bauweise entscheidenden Einfluss. Um den Kopfhörer nach einigen Minuten vergessen zu können, darf er weder zu leicht, noch zu schwer sein und vor allem keinen zu großen Druck auf Ohren und Kopf ausüben.
Aufliegende Ohrkapseln
Grundsätzlich kann man Kopfhörer unterscheiden, die auf dem Ohr aufliegen und solche, die das Ohr komplett umschließen (plus die weiter oben bereits beschriebenen Ohrstöpsel). Bei den aufliegenden Versionen sind einfache kleine Modelle meist sehr leicht und liegen sehr locker auf dem Kopf. Dadurch sind sie relativ angenehm zu tragen, können jedoch leicht verrutschen.
Je größer und kompakter die aufliegenden Kopfhörer werden, desto höheren Druck müssen sie aufbringen, um fest anzuliegen und auch beim Senken des Kopfes nicht zu verrutschen. Das wird mit der Zeit schnell unangenehm, so dass man zu solch einem Hörer nur greifen sollte, wenn geringe Größe wichtig und kein stundenlanger Einsatz geplant ist.
Ohr umschließende Hörkapseln
Kopfhörer, die das Ohr komplett umschließen sind angenehmer zu tragen, da sich der Druck auf den Kopf auf eine größere Fläche verteilt und damit als geringer empfunden wird. Gleichzeitig verhindert das Ohr das Verrutschen des Hörers. Das konstruktionsbedingt höhere Gewicht macht sich meist durch den höheren Komfort nicht bemerkbar. Eine Ausnahme bilden hier einige kabellose Kopfhörer, die durch die integrierten Akkus etwas mehr wiegen.
Für beide Varianten gilt, dass eine zusätzliche Polsterung des Bügels den Komfort erhöht. Sie sollten allerdings darauf achten, dass sich die Polster austauschen lassen. Da sie dem Verschleiß unterliegen und somit der Komfort mit der Zeit geringer wird.
Mit oder ohne Kabel
Wer heute einen Kopfhörer kauft, muss sich schon längst nicht mehr durch ein Kabel vorschreiben lassen, wo er zu sitzen hat. Inzwischen gibt es zahlreiche Geräte, die mit drahtloser Technik, mehr Freiheit für die Wahl des Sitzplatzes lassen. Allerdings muss man dafür oft mit anderen Nachteilen, wie Rauschen oder Störungen, leben.
Hier findet man vor allem Hifi- und Studiokopfhörer. Für beide Welten ist höchste Klangqualität ohne Neben- oder Störgeräusche wichtig. Beides garantiert ein hochwertiges Kabel. Unterschiede gibt es aber oft bei der Ausführung des Kabels und des jeweiligen Steckers.
Passende Stecker
Für den Studio- und den Heimgebrauch an der Hifi-Anlage ist ein dicker Stecker mit sechs Millimeter Durchmesser nötig. Für Discman, MP3-Player und andere tragbare Geräte jedoch meist eine kleinere Version mit 3,5 Millimeter Durchmesser. Um den Kopfhörer an beiden Buchsen einsetzen zu können, sollte man auf einen beiliegenden Adapter achten, der die Verbindung zum jeweils anderen Kontakt ermöglicht.
Verschiedene Kabeltypen
Auch bei den verwendeten Kabeln gibt es Unterschiede. Viele Hersteller verwenden glatte Versionen, während andere auf Wendelkabel setzen. Das sind Kabel, die wie eine Spirale gewunden sind. Sie benötigen weniger Platz, da sie ungespannt nur etwa ein Drittel ihrer maximalen Länge haben. Dadurch ist auch das Risiko, Kabelsalat zu bekommen minimiert, denn das Kabel zieht sich auseinander und auch wieder zusammen, je nachdem wie viel Freiheit man benötigt. Allerdings hat das auch einen Nachteil: benötigt man nahezu die gesamte Kabellänge, ist immer ein leichter Zug am Kopfhörer, der auf Dauer stört.
Bei beiden Versionen sollte man darauf achten, das Kabel selbst austauschen zu können. Kommt es zu einem Schaden, zum Beispiel weil man mit dem Bürostuhl darüber gerollt ist, wäre andernfalls der teure Kabeltausch durch einen Fachhändler nötig. Zudem gilt es zu entscheiden, ob man einen Kopfhörer möchte, dessen Kabel nur an einer Ohrmuschel hängt oder an beiden. Erstere Lösung verspricht mehr Bewegungsfreiheit, während bei der zweiten der Kopfhörer nicht gleich verrutscht, wenn ein wenig Zug auf dem Kabel lastet.
Funkkopfhörer sind ideal für alle, die nicht still sitzen können oder wollen. Sie bestehen aus einer Sendeeinheit und dem Kopfhörer mit integriertem Empfänger. Dadurch entgeht man lästigem Kabelsalat. Zudem gestatten manche Systeme, mehr als einen Kopfhörer mit nur einer Sendeeinheit zu betreiben. Dadurch sind sie vor allem zum Fernsehgucken geeignet, was auch für eine Person gilt, da der Abstand zwischen Sessel und Fernseher oft größer ist als die Standardlänge von kabelgebundenen Systemen.
Rauschen
Ein Problem, mit dem diese Technik zu kämpfen hat, sind Störgeräusche. Ein gewisses Grundrauschen ist normal. Auch das spricht eher für den Einsatz am Fernseher und weniger fürs Musik hören. Grundsätzlich sollte man auf einen sehr hohen Rauschabstand achten, um nur ein möglichst geringes Grundrauschen zu bekommen. Zusätzlich sollten mindestens drei verschiedene Sendefrequenzen wählbar sein, um bei Störungen auf einen anderen Kanal ausweichen zu können. Diese können unter anderem kabellose Geräte wie Handys oder Schnurlostelefone verursachen. Zudem nimmt das Rauschen meist zu, wenn der Abstand zwischen Sender und Empfänger größer wird.
Reichweite
Die Reichweite der Systeme erstreckt sich zumeist auf die gesamte Wohnung und reicht oft auch bis auf den Balkon oder in den Garten hinein. Es gibt auch mobile Systeme, die sich an MP3-Player und Co. anschließen lassen. Dadurch erhöht sich jedoch das Gewicht des Players nicht unerheblich. Da auch der Sender in diesem Fall mit Batterie arbeitet, muss man eine weitere Quelle mit Strom versorgen.
Akkustrom
Auch stationäre Funkkopfhörer benötigen Strom für den integrierten Empfänger. Hierzu sind Akkus integriert, die an der Sendestation aufgeladen werden. Achten Sie darauf, dass diese zum Aufladen im Hörer bleiben können. Ständiges Entnehmen und Einlegen wäre lästig. Zudem sind Akkus ohne Memory-Effekt vorteilhaft, da sie eine längere Lebensdauer versprechen. In Frage kommen etwa Lithium-Ionen- (Polymer) oder Nickel-Metall-Hybrid-Akkus. Zum Schutz der Akkus ist es weiterhin günstig, wenn sich die Empfangseinheit automatisch ausschaltet, wenn man den Kopfhörer abnimmt. So entladen sich die Speicher nicht gleich, wenn mal einmal nicht ans Abschalten denkt. Bedenken Sie auch, dass Sie eine freie Steckdose für den Sender benötigen.
Unterschiedliche Sendetechniken
Man unterscheidet grob drei unterschiedliche Sendetechniken bei Funkkopfhörern: infrarot, analog und digital. Bei der Infrarot-Übertragung schickt der Sender ein Lichtsignal aus, gleich einer TV-Fernbedienung. Für den Empfang ist ununterbrochener Sichtkontakt zwischen Sender und Kopfhörer nötig. Man kann den jeweiligen Raum folglich nicht verlassen, ohne dass der Ton abreist. Zudem ist bei dieser Technik das Rauschen relativ stark zu hören.
Analoge Funktechnik
Schickt der Sender die Signale demgegenüber per analoger Funktechnik aus, ist kein direkter Sichtkontakt nötig. Man kann sich folglich freier im Haus bewegen. Auch bei diesem Verfahren ist relativ hohes Grundrauschen hörbar. Hinzu kommt eine hohe Anfälligkeit für Störgeräusche, die andere Geräte verursachen können, welche die Funkspezifikationen nicht exakt einhalten.
Digitaltechnik
Die beste Qualität bietet eine digitale Lösung. Auch wenn das Rauschen nicht ganz verschwunden ist, so ist es doch nahezu nicht hörbar. Zudem gibt es Klang und Dynamik in Topqualität. Ebenso kann man die Anfälligkeit für analoge Störgeräusche ausschließen. Auch wenn diese Technik die teuerste ist, verspricht sie doch das beste Ergebnis und die größte Zufriedenheit. Einige Kopfhörer können zwischen Digital- und Analogtechnik umschalten. Das ist sehr praktisch, da man je nach Umgebung die beste Variante einsetzen kann.
Ebenfalls zur Digitalseite kann man Funkübertragung per Bluetooth rechnen. Jedoch arbeitet diese Technik anders als die zuvor angesprochene. Sie hat zudem eine geringere Reichweite und erreicht heute auch noch nicht das gleiche Klangniveau. Für die Bluetooth-Technik spricht jedoch, dass man einen entsprechenden Kopfhörer mit dem Handy oder auch am PC benutzen kann, sofern diese ebenfalls mit Bluetooth ausgestattet sind.
Unterschiedliche Tonerzeugung
Dynamisch
Die Art wie ein Kopfhörer den Ton erzeugt, hat Einfluss auf seine Klangqualität. Am gebräuchlichsten ist das elektrodynamische Verfahren; meist nennt man es kurz "dynamisch". Die Arbeitsweise unterscheidet sich hier kaum von der eines normalen Lautsprechers. Es gibt pro Hörmuschel einen Magneten und eine schwingfähige Membran mit einer Spule in der Mitte. Fließt Strom (Musiksignal) durch die Spule hindurch macht das diese dadurch ebenfalls zum Magneten. Durch das Anziehen und Abstoßen der Magneten wird die Membran in Schwingung versetzt und Schallwellen, also der Ton, erzeugt. Die Schwingung breitet sich dabei ringförmig von Innen nach Außen aus, wie Wellen, die ein ins Wasser geworfener Stein erzeugt.
Elektrostatisch
Ganz anders arbeitet das elektrostatische Verfahren. Hier ist eine Membran aus Polymerfolie zwischen zwei Flächenelektroden gespannt, was zur Folge hat, dass die gesamte Membran gleichmäßig schwingt. Die Membran schwingt dabei extrem schnell und gibt dadurch das Ursprungssignal fast originalgetreu, ohne Fehler und Verzerrungen wieder. Ein Kopfhörer, der mit diesem Verfahren arbeitet, klingt folglich meist besser als ein dynamischer Hörer. Jedoch ist der Produktionsaufwand elektrostatischer Kopfhörer so hoch, dass diese deutlich teurer sind.
Technische Werte
Eine Hilfe bei der Wahl des richtigen Kopfhörers kann auch ein Blick auf die technischen Werte bieten. Hier findet man Informationen zu Frequenzgang, -bandbreite, Impedanz und anderem. Um den Wert der Frequenzbandbreite einordnen zu können, ist es wichtig zu wissen, welche Töne die Ohren überhaupt wahrnehmen. Bei einem gut geschulten Ohr reicht die Spanne von 20 bis zu 20.000 Hertz. Höhere Werte bei den technischen Angaben sehen zwar sehr gut aus, sagen aber kaum etwas über die Qualität.
Frequenzgang
Für den Frequenzgang gilt, er soll über das gesamte Spektrum möglichst linear (gerade) verlaufen. Das bedeutet, dass alle Bereiche gleich laut sind und unverfälscht wiedergegeben werden. Ob Musik verzerrt, beziehungsweise ab welcher Lautstärke das geschieht, gibt der Schalldruck an. Er wird in Dezibel (dB) gemessen. Hier gelten 90 dB schon als voll ausreichend, ja eigentlich schon fast zu laut. Für Diskjockeys trifft diese Aussage jedoch nicht zu. Sie müssen auch in sehr lauten Umgebungen, die Musik im Hörer noch sehr gut wahrnehmen können. Entsprechende Kopfhörer sollten folglich lauter spielen können.
Achtung! Vom Einsatzzweck her ideal ist dafür ein Schalldruck von über 100 dB. Für die Ohren sind solch hohe Lautstärken jedoch keinesfalls zu empfehlen, da dabei das Gehör auf Dauer Schaden nimmt.
Klirrfaktor
Wichtig ist ein niedriger Klirrfaktor. Auch er gibt Aufschluss über Verzerrungen. Liegt er über einem Prozent, muss man mit Verzerrungen auch bei niedrigen Lautstärken rechnen. Auf der sicheren Seite ist man mit Werten unter 0,1 Prozent.
Widerstand
Sehr wichtig ist der Widerstand (Impedanz). Er wird in Ohm gemessen. Je höher dieser Wert ist, desto mehr Energie muss die Musikquelle aufbringen, um Töne wiederzugeben. Für die Hifi-Anlage oder das Studio sind meist auch hohe Widerstände kein Problem. Anders sieht das für Soundkarten am PC oder für mobile Geräte aus. Die meisten Soundkarten bekommen Probleme, wenn ein Kopfhörer mehr als 64 Ohm Widerstand bietet. Auch tragbare Player bekommen ab dieser Grenze Probleme, die Musik laut genug wiederzugeben. Für beide Einsatzzwecke gilt: Je geringer der Widerstand, desto besser.
Tipps
Lautstärkereglung
Wer einen kabelgebundenen Kopfhörer vorzieht, sollte überlegen, einen zu wählen, der die Lautstärkereglung am Kabel gestattet. So muss man nicht extra aufstehen oder erspart sich unterwegs dass Kramen nach dem Player. Einige Kopfhörer haben auch Regler an den Ohrkapseln. Die ist zwar etwas umständlicher zu bedienen aber immer noch besser als gar keinen Regler zu haben.
Strahlung
Wer viel und lange hört und sich Sorgen um elektromagnetische Strahlung macht, kann guten Gewissens zu einem Kopfhörer greifen, der den Anwender mittels spezieller Technik vor diesen Strahlen aus den Ohrkapseln schützt.
Störsignale
Kabellose Kopfhörer haben nicht nur Probleme mit Signalen von Telefonen und Radios, sondern mitunter auch mit Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren. Sollten Sie eine Störung nicht in den Griff bekommen, versuchen Sie es mit Licht ausschalten. Vielleicht hilft´s. Probleme könnte übrigens auch eine Türklingel, die mit Funktechnik arbeitet, machen.
Headsets
Freiheit für die Hände
Für manche ist Telefonieren die liebste Freizeitbeschäftigung, für andere hingegen nur berufliche Pflicht. Stets bedeutet Telefonieren jedoch, eine Sache liegen zu lassen. Denn zum einen konzentriert man sich voll auf den Gesprächspartner und zum anderen hat man nur noch eine Hand frei.
Die Konzentration auf den Gegenüber sollte stets erhalten bleiben. Gegen die blockierte Hand kann man jedoch etwas tun: auf ein Headset setzen. Das ist eine Kombination aus Kopfhörer und Mikrofon, die per Kabel oder Funk Kontakt zum Telefon, Handy oder PC aufnimmt. Damit hat man plötzlich beide Hände frei und kann den Abwasch machen, Gartenarbeit erledigen, einen PC bedienen oder Auto fahren.
Für die immer beliebter werdende PC-Telefonie (VoIP) greifen viele ebenfalls zum Headset, genauso wie fürs Netzwerkspiel. Dabei stimmt sich eine Gruppe von Teamspielern ab, um somit die Schlagkraft der Gruppe zu erhöhen und besser koordinieren zu können. Ganz gleich, wozu Sie ein Headset verwenden möchten, in den folgenden Kapiteln erfahren Sie, worauf Sie beim Kauf achten sollten. (pr)
Unterschiedliche Ausführungen
Headsets gibt es in unterschiedlichen Varianten, die sich nicht nur in Ausführung und Preis unterscheiden, sondern auch jeweils auf einen Einsatzzweck zugeschnitten sind.
Mit zwei Hörmuscheln
Ideal für den PC sind etwa Versionen mit zwei Hörmuscheln und einem Mikrofon am Bügel. Das bedeutet, das Mikrofon sitzt an der Spitze eines Kunststoff- oder Metallstabes, der neben einer Hörmuschel befestigt ist und vor oder neben den Mund geschwenkt werden kann.
Solch ein Headset hat für den PC-Betrieb zahlreiche Vorteile. Da es wie ein klassischer Köpfhörer mit zwei Muscheln arbeitet und einen schwenkbaren Mikrofonbügel besitzt, kann man es auch ideal als Kopfhörer für MP3-Musik oder zum Betrachten von Videos verwenden. Dabei schirmt es gut gegen störende Nebengeräusche ab.
Die gute Abschirmung durch die zweite Muschel spricht auch für den reinen Telefoneinsatz in lauten Umgebungen, etwa in Grossraumbüros oder auch draussen im Garten, falls dort starker Strassenlärm stören sollte.
Für das Telefonieren in lauten Umgebungen kann es zudem sinnvoll sein, auf ein Headset zu setzen, das eine Rauschunterdrückung für Nebengeräusche besitzt. Die ist entweder dauerhaft aktiv oder lässt sich nach Bedarf ein- und ausschalten.
Mit einer Hörmuschel
Eine - zumindest äusserlich - abgespeckte Variante sind Headsets, die nur eine Hörmuschel besitzen. Am gegenüberliegenden Bügelende befindet sich je nach Ausführung ein Kunststoffhalter oder ein weiches Schaustoffpolster. Es reicht nicht bis zum Ohr herunter, sondern klemmt sich einige Zentimeter darüber am Kopf fest.
Da die Wiedergabe in Mono ist, eignet es sich ausschliesslich zum Telefonieren. Auch hier positioniert ein Bügel das Mikrofon vor oder neben dem Mund. Da ein Ohr frei bleibt, kann man noch Nebengeräusche wahrnehmen und auf die Umwelt reagieren. Durch den geringeren Materialeinsatz sind diese Versionen zumeist auch etwas günstiger.
Gewöhnungsbedürftig ist der ungleichmässige Druck, da das Headset nicht, wie vom Kopfhörer gewohnt, auf beide Ohren drückt, sondern nur auf eines plus einen Teil der Kopfhaut. Da kann es vorteilhaft sein, wenn das taube Ende weich gepolstert ist. Eine gute Lösung stellen auch Headsets dar, die an beiden Kopfseiten, jeweils an der gleichen Stelle, an den Kopf geklemmt werden und den Druck gleichmässig verteilen. Die Ohrmuschel hängt dann vor einem Ohr. Bei guten Modellen lässt sich die Ohrmuschel tauschen, so dass man das linke wie das rechte Ohr verwenden kann.
Stöpsel im Ohr Die Stöpsellösung, mit Ohrsteckern, wie sie auch bei MP3-Playern verwendet werden, kommt meist bei Freisprechanlagen für Handys zu Einsatz. Sie sind fast ausschliesslich als Monolösungen erhältlich. Die Stöpsel steckt man direkt in den Gehörgang, das Mikrofon hängt am Kabel herunter. Mittels kleiner Klammer lässt sich das Kabel an der Kleidung befestigen, so dass es weniger baumelt und das Mikrofon besser in der Nähe des Mundes platziert ist.
Komfortablere Ausführungen besitzen einen Ohrbügel. Hierbei hängt der Ohrstöpsel vor dem Gehörgang. Befindet sich dann auch das Mikrofon an einem zusätzlichen Bügel, muss man das Kabel nicht mehr an der Kleidung befestigen aber auch mit einem etwas höheren Gewicht leben. Vorteil der Stöpsel: Sie lassen sich leicht verstauen.
Kabellänge
Für alle kabelgebundene Headsets gilt: Achten Sie darauf, dass das Kabel für Ihre Ansprüche die richtige Länge hat. Es sollte weder zu kurz noch zu lang sein. Meist gibt es deutliche Unterschiede zwischen dem Einsatz zu Hause und im Büro. Beim Verwendung im Büro sind oft längere Strippen vonnöten, da man während eines Gesprächs eventuell an Schränke oder Regale muss, um benötige Unterlagen zu holen. Wer viel Bewegungsfreiheit beim Telefonieren braucht, setzt besser auf ein kabelloses Headset.
Kabelloses Headsets
Ganz ohne Kabelsalat kommen Headsets aus, die ihre Daten per Funk übertragen. Sie lassen sich mit dem Mobiltelefon, dem PC und auch dem Festnetztelefon verwenden. Beim Handy und auch am PC kommt in der Regel Bluetooth als Technik zum Einsatz. Bei einigen Herstellern lässt sich sogar ein und dasselbe Headset für beide Geräte verwenden.
Beim Festnetztelefon ist heute die digitale DECT-Technik (Digital Enhanced Cordless Telecommunications - engl.: erweiterte, digitale, kabellose Kommunikation) verbreitet. Doch auch hier trifft man auf Bluetooth-Lösungen. Analoge Funktechnik findet man heute nur noch selten. Von ihr ist auch abzuraten, da sie schlechtere Tonqualität bietet und zudem nicht abhörsicher ist.
Bluetooth-Headsets Bluetooth-Headsets werden per Bügel an einem Ohr befestigt und arbeiten meist mono. Mehr und mehr drängen aber auch Stereo-Lösungen auf den Markt, die sich ebenfalls zum Musik hören nutzen lassen. Diese Headsets benötigen Strom. Das bedeutet, sie haben einen integrierten Akku, der das Gewicht etwas erhöht und damit Einfluss auf den Tragekomfort hat. Dadurch ist auch die Sprechzeit begrenzt und macht bei regelmässigem Gebrauch tägliches Aufladen nötig.
Für den Einsatz mit dem Handy ist Bluetooth ideal. Zu Hause jedoch ist es aufgrund der begrenzten Reichweite nicht guten Gewissens zu empfehlen. Denn bei Verwendung von Standard-Bluetooth-Technik hat man nur einen maximalen Radius von zehn Metern. Dieser wird durch Hindernisse wie Wände und Pflanzen zudem noch eingeschränkt. Erst bei Einsatz modernerer Bluetooth-Technik sind theoretisch bis zu 100 Meter Reichweite möglich.
DECT-Headsets
Für grössere Distanzen eignet sich deshalb zu Hause und im Büro daher eher DECT. Diese Geräte schaffen eine theoretische Reichweite von 300 Meter bei freiem Sichtkontakt zwischen Sender und Empfänger. In Gebäuden reduziert sich diese auf 50 Meter und kann bei besonders massiven Hindernissen auch darunter liegen. Für den Normalgebrauch sind die Empfangsleistungen jedoch vollkommen ausreichend.
Von DECT-Headsets zu sprechen ist eigentlich nicht ganz richtig. Denn in Wahrheit handelt es sich vielmehr um komplette kleine Telefone, die man an einer vorhandenen Basisstation als weiteres Gerät anmelden muss. Wer auf solch ein DECT-Headset setzen möchte, sollte also schon ein DECT-Telefon mit Basisstation besitzen. Andernfalls muss man dieses zusätzlich kaufen.
Da es sich bei dieser Lösung um ein eigenes Telefon handelt, ist der Preis oft etwas höher. Dafür bekommt man jedoch eine Menge zusätzlichen Komfort gegenüber reinen Headsets. So lassen sich beispielsweise kostenlose Gespräche mit anderen Mobilteilen innerhalb des Empfangsradius´ führen, also etwa ein Gespräch aus dem Garten mit dem Partner im Keller führen. Externe Gespräche lassen sich von einem Mobilteil zum andern weiterleiten und alle Teilnehmer können eine gemeinsame Telefonkonferenz führen, bei der zwei oder mehrerer Mobileteile einer DECT-Basisation gleichzeitig mit dem externen Anrufer sprechen.
Komfort
Ganz gleich welche Lösung auf dem Papier die beste ist, wichtig ist, dass man mit ihr zurechtkommt. Der Tragekomfort hat dabei einen ganz entscheidenden Einfluss. Dies umso mehr, je länger ma
Anschluss
Entscheidend für den Einsatzzweck ist die Anschlussmöglichkeit. Beim PC sind die geringsten Problem zu erwarten, etwas schwieriger sieht es schon bei Mobiltelefonen aus und bei Festnetztelefonen ist es manchmal sogar überhaupt nicht möglich ein Headset zu betreiben. Allerdings: Es gibt für fast alles eine Lösung, man muss sie nur kennen.
Computer
Für den PC benötigt man ein Headset, das man mit der Soundkarte oder einem freien USB-Steckplatz verbindet. Für den Anschluss an der Soundkarte sind zwei kleine Klinkenstecker nötig; einer für den Mikrofoneingang und der zweite für den Kopfhörer- oder Lautsprecherausgang. Der Anschluss ist eigentlich ganz einfach, macht manchmal aber Schwierigkeiten, da man unter den Schreibtisch krabbeln und die richtigen Kontakte ausfindig machen muss.
Einfacher und unkomplizierter ist der Anschluss per USB, solange man noch einen freien Port hat. Hier liesse sich jedoch mit einem USB-Hub, einem kleinen Verteiler, schon für wenige Franken Abhilfe, also mehr Steckplätze, schaffen. USB-Headsets sind meist etwas teuerer, da die nötige Umwandlung der Töne in digitale Dateien bereits im Headset geschehen muss, was die Soundkarte überflüssig macht. Dafür bekommt man aber zumeist auch eine deutlich höhere Tonqualität. Über den USB-Anschluss kann das Headset zudem Schwachstrom beziehen, der sich für Klang verbessernde Effekte nutzen lässt.
Kabellose Modelle sind ebenfalls erhältlich. Sie nehmen meist via Bluetooth Kontakt zum PC auf. Ein entsprechender Empfänger sollte zum Lieferumfang des Headsets gehören. Falls Sie bereits einen solchen Empfänger besitzen, sollten Sie auch diesen nutzen können. Möchten Sie auch unterwegs mit dem Handy per Bluetooth kabellos telefonieren, halten Sie nach einer Lösung Ausschau, die Sie an beiden Geräten verwenden können.
Telefon
Headsets für Telefone finden nicht an allen Apparaten Platz. Denn nur wenige bieten dieses Extra, gerade bei normalen Haustelefonen. Etwas häufiger trifft man auf entsprechende Anschlussmöglichkeit bei kompletten Telefonanlagen, wie sie häufig in Unternehmen verwendet werden.
Ist eine Anschlussmöglichkeit vorhanden, ist die Verwendung von RJ10-Steckern und -Buchsen üblich. Das ist ein Stecker wie er auch bei Modem-Verbindungen vorkommt und der wie eine kleinere Version des bekannten Netzwerksteckers (RJ45) aussieht. Daneben gibt es aber auch noch Insellösungen, also Steckertypen, die sich nur mit Geräten eines Herstellers verwenden lassen. Ob sich an ihr Telefon ein Headset ankoppeln lässt, können Sie auf den Webseiten grosser Headset-Hersteller herausfinden. Diese halten dort ausführliche Kompatibilitätslisten bereit.
Fehlt ein zusätzlicher Stecker, bedeutet das nicht das Aus für eine Headsetlösung. Denn wenn der Hörer per RJ10-Stecker angeschlossen ist, kann dieser sich den Anschluss mit einem Headset teilen. Das erhöht die Chancen für sehr viele, denn häufig ist das Hörerkabel bei modernen Telefonen entsprechend mit dem Gerät verbunden.
Um das Headset nutzen zu können, stöpseln Sie einfach das Hörerkabel aus und stecken das Headsetkabel ein. Der Hörer bleibt dabei auf dem Telefon liegen. Denn er wird gebraucht, um Gespräche anzunehmen und zu beenden. Dazu muss man ihn wie vor anheben und wieder ablegen. Besitzt das Telefon jedoch eine elektronische Rufannahme, muss man nicht stets den Hörer bemühen, sondern kann Gespräche per Taste annehmen und beenden.
Möchte man auch weiterhin mit dem Hörer telefonieren, kann man einen speziellen Umschalter kaufen, an den Telefonhörer und Headset angeschlossen werden. Über einen Schalter aktiviert man wahlweise Hörer oder Headset. In der Regel ist das Umschalten auch während eines Gesprächs möglich.
Handy Headsets, oder auch portable Freisprecheinrichtungen, verwenden viele im Auto seit das freie Telefonieren mit Handy am Ohr während der Fahrt nicht mehr erlaubt ist. Die Verbindung zwischen Headset und Handy wird dabei entweder über ein Kabel oder per Funk hergestellt. Die Kabelverbindung ist günstiger und für jedes Handy verfügbar. Kabellose Lösungen sind mit Mobiltelefonen möglich, die mit Bluetooth ausgestattet sind.
Vorteile der Bluetooth-Lösung: Sie ist einfach und unkompliziert zu verwenden. Das Headset lässt sich zudem mit mehreren Mobiltelefonen und eventuell auch dem PC verwenden und es ist meist klein und schick.
Kabelverbindungen gibt es in unterschiedlichen Ausführungen: Zum Beispiel mit einem festmontiertem Stecker, der jeweils zum entsprechenden Handy passt. Vorteil: kleiner Stecker. Nachteil: Das Headset lässt sich nicht mit Mobiltelefonen anderen Typs verwenden. Kauft man ein neues Handy, braucht man auch ein neues Headset. Eine Alternative sind Headsets mit einem Standardstecker, an den sich jeweils der passende Adapter für das verwendete Handy ankoppeln lässt. So können sich etwa zwei oder mehrere Partner die Freisprecheinrichtung im Auto teilen, wenn sie jeweils einen spezifischen Stecker für ihr Handy verwenden. Vorteil: Die Freisprecheinrichtung wandert mit zum neuen Handy. Nachteil: etwas dickere Stecker.